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Montag, 4. Dezember 2017

Macht hoch die Tür

Man kann das Wort "Tür" ganz sachlich angehen und sich einfach die Definition dazu ansehen:

"Tür, die
eine große Öffnung in einer Wand, Mauer, einem Durchgang, durch die man hindurchgehen kann und die große flache Platte, mit der man diese Öffnung schließen kann."

Für manche Exemplare ist diese sachliche Erklärung aber meines Erachtens nicht gerade schmeichelhaft. Sie wird mancher Tür einfach nicht gerecht. Mal ehrlich - "große flache Platte" für Türen, die richtige Kunstwerke sind? Also bitte.


Also betrachten wir es von einer anderen Seite.

"Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" ist ein im 17. Jahrhundert entstandenes christliches Lied, das gerne in der Adventszeit besonders in den Gottesdiensten gesungen wird. Es berichtet von der Herrlichkeit, die mit der sehnsüchtig erwarteten Ankunft des Sohn Gottes allen Menschen zuteil werden wird. In den höchsten Tönen wird Gott und sein bald geborener Sohn gepriesen. Alle Menschen sollen ihre Türen für diese Herrlichkeit öffnen.

Die Türen öffnen sollte ein jeder in der Welt für ein bisschen Respekt, für ein wenig Nächstenliebe, etwas Barmherzigkeit für seine Mitmenschen. Das sollte man eigentlich das ganze Jahr über tun, doch Weihnachten berührt in den Menschen diese Sehnsucht nach Liebe, Respekt und Nächstenliebe wie keine andere Zeit im Jahr. Weihnachten ist selbst für Menschen, die zwar im christlichen Glauben erzogen wurden, diesen Glauben aber selbst nicht teilen etwas ganz besonderes. Weihnachten öffnet Herzen, macht die Menschen weich und empfindsam. Lässt sie die sonst manchmal so verschlossene Fassade ein Stück öffnen. "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit".

Das hört sich doch schon ganz anders an, findet ihr nicht?

Und was würde besser passen, als euch heute, kurz vor Weihnachten, einen Teil meiner "Türen-Sammlung" zu zeigen? Seit vielen Jahren habe ich immer wieder Türen fotografiert, Tore, Durchgänge. Denn so manche Tür ist mehr als eine Öffnung in der Wand! Und das fasziniert mich immer wieder auf's Neue. Und nicht nur mich, auch der Fernweh-Futter-Mann lichtet mit Vorliebe Türen ab.

Frauke und Johanna von we2ontour hatten im November wieder zur Foto-Challenge eingeladen, das Thema war "Tür und Tor". Ich habe in vielen Monaten in diesem Jahr immer wieder bei Frauke und Johanna mitgemacht. Die Themen waren klasse! Manchmal fiel mir die Auswahl leicht, manchmal hatte ich mich vorher noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt und es wurde eine kleine Herausforderung für mich. Und oft habe ich dabei in vergangenen Erlebnissen geschwelgt und "Weißt du noch...?" in meine familiäre Runde gerufen.

Die Challenge habe ich nun zum Anlass genommen, alle Tür-Bilder einmal zusammen zu suchen, die in den letzten Jahren so zusammen gekommen sind. Und das ist eine ganze Menge! So viel, dass ich nicht alle hier in diesen Post packen kann. Ihr bekommt eine kleine (und hoffentlich feine) Auswahl präsentiert.

Und los geht es mit den beiden Türen, die ich für die Challenge von Frauke und Johanna ausgewählt habe.

roter Backstein mit hübschen weißen Steinen
und mittendrin eine Tür in rosa-blau
gefunden in Otterndorf an der Nordsee

Castell Donnafugata auf Sizilien (über das
ich immer noch nichts gebloggt habe, obwohl
es uns so umgehauen hat)

eine hohe, schmale Tür
gesehen in Kopenhagen. Der
Bogen oben sitzt etwas schief...
Sehr charmant!
Und das ist eine südländische Tür, sie öffnet
sich in Agüimes auf Gran Canaria
Außerdem schließt sie die Hitze aus...
Und hier haben wir eine Kirchentür aus Luxemburg
Sicher wird sie oft genutzt, der Griff ist ganz blank
von vielen Händen...

Diese Tür findet ihr in Radstadt, Salzburger Land
in Österreich. Hübsch, wie sie sich der Wandfarbe
anpasst, oder?
Ist diese Tür nicht ein absoluter Traum?
Die hübschesten Türen finde ich immer in
Norddeutschland, an Nord- und Ostsee

Die Tür selbst ist schlicht. Und das darf sie auch sein
bei dem Aufbau! Sie befindet sich in den Niederlanden,
im Zuiderzee-Museum in Enkhuizen

Münster steht auf Dopppel-Türen, da haben wir
gleich mehrere davon fotografiert

Und die niedlichste Tür, die ich jemals entdeckt habe kommt (fast) zum Schluss der heutigen Auswahl.
Es ist eine Tür für Elfen, so klein ist sie. Entdeckt haben wir sie in Alkmaar, Niederlande. Nur Elfen haben wir leider keine gesehen...

Seht nur - sogar ein Schlüsselloch hat sie! Sie geht
mir in etwa bis zum Knie, diese hübsche Tür


Diese Tür steht weit offen, nimmt jeden bei sich auf.
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!

Wem öffnet ihr in der Adventszeit eure Türen? Und seid ihr auch "Türen-Sammler"?

Samstag, 2. Dezember 2017

Zahnrad-Karte { Männerkarte }

Ihr merkt es sicher - nichts neues hier seit einiger Zeit. Die Vorweihnachtszeit ist bei uns immer die stressigste Zeit im Jahr. Zwischen Krippenspiel-Proben (ich und beide Kinder) und Theaterauftritten der Tochter gibt es ja auch noch den normalen Wahnsinn zwischen Job, Alltag, Haushalt und weihnachtlichen Vorbereitungen. Ein Spagat, der nicht zum bloggen passt. So ist es bisher in jedem Jahr gewesen und so ist es auch dieses Jahr. Wenn ich auch wirklich viel besser vorbereitet bin dieses Jahr!

Heute bringe ich euch etwas absolut un-adventliches und un-weihnachtliches mit. Mit Männerkarten tue ich mir immer total schwer. Wenn keine Blümchen oder Schmetterlinge drauf sollen und ich außerdem auf Glitzer verzichten soll wird's blöd.

Aber!

Mir ist da ein ganz guter Kompromiss gelungen. Die Karte ist männlich und sie glitzert. Ha!!

Zahnräder aus Papier und sogar aus Metall
Hier seht ihr das mit den Zahnrädern ganz gut


es glimmert golden und die Zahl habe ich
mit Crystal Lack zum glänzen gebracht


Das ist die Innenseite mit Platz für einen Geldschein
oder eine Gutscheinkarte

Und, ist sie nicht männlich, die Karte? Die Auftraggeberin war begeistert - hoffentlich ist es der beschenkte Mann ebenfalls!

Habt einen tollen ersten Advent!!!



Montag, 20. November 2017

wild and free in Pula

Im letzten Post hatte ich euch über unseren Besuch im Amphitheater Pula berichtet. Passend dazu habe ich heute noch ein Layout für euch:


Sommerlich, leicht, voller Freiheit sollte es sein, das Layout. Sollte die Hitze einfangen und die Zaubereien der Eisdielen. Ich bin sehr zufrieden damit...







Ich hoffe, ihr habt auch etwas, dass euch bei diesem Schnuddelwetter die sommerliche Wärme zurück bringt!

Dienstag, 7. November 2017

Pula

Liebes Pula!

Du schaffst mich. Du bist voll, voller Menschen, voller Fahrzeug. Du bist laut, laut von den Menschen und Fahrzeugen. Du bist voller Touristen, die wie eine Insektenplage über dich herfallen. Wehrlos bist du dem ausgeliefert und trotzt dem Ansturm mit deinen alten Mauern. Die Menschen, die in dir wohnen hat der Insekten-Touri-Strom eher hart werden lassen. Geld wechseln für eine Parkuhr? Nee. Nur gegen Kauf einer Postkarte, einer Flasche Wasser oder sonstiger Dinge gibt es Kleingeld zurück. So kommen wir in den Genuss von einer Flasche Wasser und zwei - natürlich einzeln gekauften - Postkarten. Dann haben wir genug Kleingeld zusammen um uns drei Stunden in deinen Straßen am Parkautomaten zahlen zu können. Verdenken können wir deinen Einwohnern das übrigens nicht, bei den Menschenmengen würde ich auch nicht den ganzen Tag mein Kleingeld für die Parkuhren bereithalten (wollen).

Steine aus dem 1. Jhd n. Chr. Alt und wunderschön!




Liebes Pula, deine größte Attraktion ist das Amphitheater, das weißt du ja. Und selbstverständlich wollen auch wir genau dorthin. Wir wollen auch unseren Kindern das erste Amphitheater ihres Lebens zeigen, denn bis nach Rom oder Verona haben wir es gemeinsam noch nicht geschafft. Deshalb hier, bei dir, liebes Pula. Wir stellen uns am Ende der Schlange an und rücken wirklich schnell zur Kasse vor. Doch als wir gerade direkt vorn angekommen sind, kommt eine Reisegruppe - mit Gruppenfahne, das ist mir wichtig zu erwähnen - von hinten angerauscht. Liebes Pula, diese Reisegruppe rauschte auch an uns vorbei und wir mussten an der Kasse warten, bis die ganze Reisegruppe mit Gruppenfahne und allen dicken Bäuchen und voluminösen Rucksäcken sich an uns vorbei gequetscht hatte. Dann aber! 50 kn für Erwachsene, 25 kn für Kinder, also für gesamt 150 kn (ca. 20 Euro) und wir sind endlich drin.

Wir suchen erst das Klo und dann suchen wir uns einen ruhigen Platz mitten im Amphitheater. Und da, liebes Pula, hast du mich wieder gekriegt. Wir nehmen uns viel Zeit für dein Herzstück, deine Hauptattraktion, deinen Touristenmagnet und hoffentlich Stolz von dir, der Stadt. Wir sitzen einfach da, beobachten die Menschen, beobachten die Möwen. Wir betrachten den Plan, den man uns mit den Eintrittskarten in die Hand gedrückt hat und schauen, wo die Ställe für die Tiere waren und wo die Gladiatoren ihre Räume hatten. Wir beobachten die Roadies, die geschäftig die Bühne im Inneren des Theaters aufbauen. Heute Abend wird hier Sting spielen. Die Mädchen spielen Tris, wie an vielen Orten. Es ist ein altes römisches Spiel und was könnte in dieser Kulisse besser passen als das? Zwei Stunden halten wir uns nur im Amphitheater auf, sitzen, schauen, staunen und lassen die Kulisse auf uns wirken, bis wir uns selbst ein bisschen wie die Römer fühlen.

130 m auf 100 m - das ist schon eine beeindruckende Größe
Möwen, ganz oben auf dem Rand des Amphitheaters
die Roadies bauen die Bühne auf und wir
sehen ihnen ein bisschen dabei zu



wir müssen sehr lachen, als wir im Amphitheater
diese Inschrift an der Wand sehen...
hier ist einer der Türme noch zu erkennen,
die außen angebaut sind

das große Kind mag Steinlöwen und muss
immer Hallo sagen gehen, wenn es einen entdeckt

Vor 15 Jahren war ich schon einmal hier, liebes Pula, erinnerst du dich daran? Ich weiß es noch genau. Denn damals hat mich das Amphitheater schwer beeindruckt. Und auch dieses Mal hast du mich wieder erreicht. Die Kinder sind wirklich mächtig beeindruckt, so etwas haben sie noch nie gesehen. Ich bin so froh, ihnen hier alles zeigen zu können. Als wir Hunger bekommen, gehen wir auf die Straße zurück. Unser Auto parkt nur ein wenig die Straße runter, dort haben wir unsere Lunchpakete im Kofferraum. Im Schatten eines Hauses finden wir eine Sitzgelegenheit und stärken uns, bevor wir noch ein wenig die Straße hinunter schlendern um bis zu deiner Festung zu kommen.

Auch dort war ich schon einmal vor 15 Jahren, liebes Pula. Deine Straßen sind heiß und voll. Es ist anstrengend, bis zur Festung zu gehen. Wir tun es trotzdem. Kommen an deiner Kirche und hübschen Gassen voller Souvenirläden vorbei, gehen am Hafen entlang und wenden uns schließlich bergauf.

vorbei an der Kirche, in deren Innerem wir kurz
in der Kühle verschnaufen.
Romantische Gassen führen nach oben.


Pula - wie wunderschön liegst du nun da vor uns! Der Himmel ist blau, das Meer glitzert vor deinen Füßen. Das Amphitheater ist von hier so hübsch anzusehen. Ich mag das, wenn ich irgendwo hinauf steigen kann und von oben auf die Stadt oder das Land sehen kann. Pula, deine Festung ist zwar von 1630, sie ist aber an sich nicht ganz so der Hit, das muss ich dir leider sagen. Oder liegt es daran, das wir erst im Amphitheater waren? Das historische Museum, das darin untergebracht ist, hat uns auch nicht ganz so überzeugt, aber das macht nichts. Der Blick entschädigt aber für all die Mühen beim Hinaufsteigen und allein dafür lohnt sich der Eintritt.

Pula - ist dein Anblick schön! Ich steige so gerne nach oben und schaue auf die Welt hinunter.


Die Festung oben über Pula

Kunst in der Festung. Das gefällt mir gut!

Wir sind am nächsten Tag abends noch einmal wiedergekommen, erinnerst du dich, liebes Pula? Wir hatten gehofft, dass ein bisschen weniger Menschen unterwegs sind. Aber da wurden wir leider eines besseren belehrt. An allen Ecken gibt es Live-Musik, Bands spielen vor dem flanierenden Publikum. Neben der Eisdiele sitzt ein Mann mit Gitarre und singt. Der Geruch des Südens, der warmen Sommernächte im Süden weht durch deine Straßen und ich atme tief ein. Ich kenne kaum einen besseren Geruch.

Pula - ist dein Theater abends schön! Wir können uns nicht satt sehen


in den Eisdielen wird gezaubert
das kann abends vorkommen...

vor dem Augustustempel hören abends
die Menschen der Band zu

und auch wir genießen den Zauber einer
warmen Sommernacht im Süden



Pula - du bist anstrengend mit den vielen Menschen. Das liegt aber an mir, da bin ich sicher. Denn ich bin ein Landei. Und du die quirlige Stadt, die im Sommer rund um die Uhr wach ist. Ich komme trotzdem gerne wieder. Danke, dass du mich für ein paar Stunden zusammen mit den anderen Menschen aufgenommen hast.

Samstag, 4. November 2017

Blick auf's Meer...

Neulich sagte ich schon, dass ich sicherlich noch öfter das geniale Farb-Explosionspulver "Magical" von Lindystampgang ausprobieren und ein wenig "herum-matschen" werde.

Genau das habe ich jetzt getan und es ist zum Beispiel das hier herausgekommen:

Farb-Explosion, sagte ich ja 😀.  Der ganz bunte Teil unter dem Foto links ist mit verschiedenen Farbsprays und besagtem Pulver entstanden, ich zeige euch auch gleich noch, wie schön das alles glimmert.

Das Blumenmuster entstand durch eine Mask, das ist eine Art Schablone, die auf das Papier aufgelegt wird. Dann sprüht man die Farben auf und unter der Schablone bleibt es weiß. Theoretisch jedenfalls. Denn ich war so im Farb-Rausch, dass ich ein wenig zu viel Farbe aufgetragen habe und diese dann unter die Mask gelaufen ist. Macht aber nix, gefällt mir gut, das Ergebnis!


Rechts unten in der Ecke das gleiche Muster mit der gleichen Mask. Der Unterschied besteht darin, dass ich nicht gesprüht habe, sondern mit Farbe gemischte Strukturpaste auf die Mask gestrichen habe. Beim Abnehmen der Mask bleibt dann das Blumenmuster zurück, das seht ihr hier sehr gut:


Und auch die Blümchen sind mit Farbspray behandelt:


Kuckt doch mal, wie die glimmern! Schön, oder?


Und so glimmert das ganze Layout vor sich hin. Ich mag das. Sehr sogar!!!

Das Bild entstand übrigens in Egmond aan Zee in den Niederlanden. Dort kann man auf dem Campingplatz, auf dem unser Mobil-Home stand, für 10 Euro die Stunde ein Fun-Fahrrad ausleihen. Wir sind damit bis ans Meer gefahren und haben den grandiosen Ausblick auf die Nordsee genossen um dann durch die vollbesetzte Fußgängerzone zurück zum Campingplatz zu brettern...


Hier erreichen wir gerade wieder den Campingplatz und die Mädels drehen alleine noch eine Runde.
Ach ja, ans Meer könnte ich auch schon wieder...