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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die Maus in der Farbexplosion

Mal wieder was kreatives!

Eine Karte für meine Chefin sollte es werden. Ich bin heute zu müde für lange Reden, daher nur kurz die Karte, bevor ich in mein Bett verschwinde.


Rund um die Maus glitzert es mächtig.


Auch die Sterne glänzen, denn sie sind blau und silber embossed.



Diese Farbexplosion habe ich mit einem neuen Pülverchen entstehen lassen, das mir meine Mum geschenkt hat. Es heißt "Magical" von Lindystampgang. Ich probiere und teste gerade ein bisschen herum, es gibt ganz bald noch viel mehr davon zu sehen, da bin ich sicher.


Und Reiseberichte gibt es auch in Kürze, schließlich haben wir gerade eine Reise beendet!

Freitag, 6. Oktober 2017

Albrecht Dürer und der Hase

Zum Abschluss unseres Sommer-Roadtrips 2017 sind wir für ein paar Tage in Nürnberg gewesen. Das war die Idee unserer großen Tochter. Sie ist Mittelalter-Fan und hat einige Bücher zum Thema verschlungen. Ihre Lieblingsbücher sind dabei die Bücher von Claudia Frieser rund um den Helden Oskar. Die vier Bücher spielen alle in und um Nürnberg, teils in der heutigen Zeit, aber größtenteils im Mittelalter. 

Nürnberg - wie im Mittelalter, oder?

Letztes Jahr hatte ich durch Zufall entdeckt, dass es in Nürnberg zu bestimmten Zeiten Kinderführungen rund um genau diese Bücher gibt. Gespannt habe ich das ganze Jahr über immer wieder die neuen Termine für diese Führung verfolgt. Und wie es der Zufall wollte, waren wir genau zu der Zeit in Nürnberg, als eine Führung stattfand! Wir haben uns alle sehr gefreut, allen voran unsere Große. 

Die Führung haben wir dann auch selbstverständlich gemacht. Es war eine wirklich gelungene Führung. Ihr findet sie im Netz, wenn ihr unter "Oskarführung Nürnberg" sucht. Sehr empfehlenswert, falls ihr mal in Nürnberg seid, auch ohne dass ihr die Bücher kennt. Es wird vorher gefragt, ob alle die Bücher kennen und dementsprechend darauf eingegangen.

 
Das Henkerhaus
dort geht die Führung vorbei


auch am Henkersteg sind wir vorbei gekommen


Der Held der Bücher, Oskar, ist frei erfunden. In den Büchern kommt jedoch auch Albrecht Dürer vor - und von ihm gibt es in der Dürerstadt selbstverständlich überall Spuren. Das Leben und die Werke von Albrecht Dürer interessieren unsere Tochter (dank der Bücher) auch sehr. Und wer mir das nicht glaubt, dass das für eine 11-jährige tatsächlich und wirklich aus freien Stücken interessant ist, dem sei hier der Beweis erbracht.


Die Dürer-Statue darf in der
Dürerstadt nicht fehlen
Das tanzende Bauernpaar, auch von Dürer
nach einem Kupferstich von 1514

In der Schule hat besagtes Kind nun Kunstwerke verschiedener Epochen und bekannter Künstler durchgenommen. Und da sie zum Thema Dürer (dessen Nashorn-Bild Teil des Unterrichts war), so viel beitragen konnte, hat die Lehrerin ihr kurzerhand aufgetragen, ein kleines "Referat" zum Thema zu halten. Das Kind lachte sich ins Fäustchen - nichts leichter als das. Lest selbst, was sie in drei Minuten aufs Papier gebracht hat!

Albrecht Dürer

"Albrecht Dürer kennen die meisten Menschen und auch zu seiner Zeit war er schon ziemlich berühmt. 

Viele von euch kennen bestimmt das ein oder andere Kunstwerk, z.B. die Betenden Hände. Das Rhinozeros von letzter Woche war auch von ihm. Albrecht Dürer lebte vom 1471 bis 1528. 

Bereits mit 13 Jahren zeichnete er sein erstes Selbstbildnis. Auch berühmt ist der Dürer-Hase. Ich habe ihn als Radiergummi mitgebracht. 

Gelebt hat Albrecht Dürer in Nürnberg. In Nürnberg kann man heute noch sein Wohnhaus besuchen, in ihm befindet sich ein Museum. Ich war in den Sommerferien dort und habe mir alles angesehen. 
Außerdem handelt meine Lieblingsbuchreihe von ihm und Nürnberg. 

Und ich habe Bilder mitgebracht, die ich euch gleich zeige."

So sprach das Kind, zeigte und erklärte alle Flyer, die wir mitgebracht haben, viele Bilder aus dem Dürerhaus und den Radiergummi und bekam eine 1. 

So einfach kann man meinen Lieblingsspruch umsetzen: "Reisen bildet". 😊

Der Dürerplatz

So sieht das Wohnhaus von Albrecht Dürer
von außen aus
... und so von innen. Leider ist kein Originalmobiliar
mehr erhalten, da nach Dürer andere Menschen
in diesem Haus gewohnt haben.

Und da Albrecht Dürer das Kind wirklich fasziniert, hat es den Radiergummi im Kunstunterricht auch noch abgezeichnet:

Die Zeichnung einer 11-jährigen.
Talent vom Opa geerbt, eindeutig!

Hier ist der Radiergummi dazu, von dem ich sprach,
gekauft im Dürerhaus-Shop

So, damit habe ich hoffentlich hinlänglich bewiesen, dass das Kind tatsächlich auf solche Dinge steht, oder? Wir haben jetzt übrigens einen Dürer-Comic und zwei "Kunst-für-Kinder"-Bücher gekauft... Sehr empfehlenswert, z. B. "Das kleine Kunstbuch" aus dem Sauerländer-Verlag. Ich stöbere selbst sehr gerne in dem Buch, das ist wirklich gut gemacht. Zum Beispiel muss man in jedem Bild ein kleines Detail suchen.

Also, bleibt reisend!

Freitag, 29. September 2017

die schnellste Mama vom Hochwurzen

Der Hochwurzen ist ein Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern und mit 1850 Metern auch nicht gerade der kleinste Berg. Von uns wird er trotzdem irgendwie immer vernachlässigt, wenn wir in Schladming sind.

Völlig zu Unrecht!
Mit der Seilbahn geht es so bequem wie schnell hinauf. Neben an der Gondel seht ihr schon einen Hinweis auf die Aktivität, die mich zur schnellsten Mama vom Hochwurzen machte.


Doch bevor es so weit war sind wir noch ein Stück bergab zu einem Aussichtspunkt gelaufen. Unterwegs gab es - obwohl viele Menschen auf dem Hochwurzen unterwegs waren - Sträuche voller Heidelbeeren. Wir kamen mit lila Zungen und lila-gepunkteten Händen am Aussichtspunkt an. Wilde Heidelbeeren! Himmlisch! Da können wir einfach nie wiederstehen. Sie sind klein aber sehr aromatisch und direkt vom Strauch einfach köstlich!

"Kleine Hochwurzen 1840 m" steht auf dem Schild.
Die Bank war frei und wir haben eine Weile Platz genommen. Die Aussicht genossen, die Menschen beobachtet, die warme Sonne gespürt.

Zwei junge Menschen, ein Paar, kam von unten den Weg herauf. Er grinste wie ein Honigkuchenpferd und sprang überschwänglich auf uns zu. Ich fragte mich noch, was er wohl vorhat. Wollte er uns umarmen? Lag da eine Verwechslung vor?

Nein. Die beiden schienen sehr weit gegangen zu sein, sie sahen sehr abgekämpft aus. Vielleicht eine Mehrtageswanderung? Und nun hatte sie die Zivilisation wieder? Er jedenfalls umarmte tatsächlich - aber nicht uns, sondern das Schild "Kleine Hochwurzen 1840 m". Er küsste es sogar. Sie hatte jedoch nur noch ein müdes Lächeln übrig. Daraufhin umarmte er noch einmal - nämlich seine Partnerin. Und dann zog er sie die letzten Meter nach oben zur Hütte.

das Tal ist winzig zwischen den Bergen

der Blick vom Hochwurzen ist in alle Richtungen schön

Ein paar ältere Damen, sie hatten bestimmt schon die 70 hinter sich, fuhren laut rufend, schreiend und jubelnd an uns vorbei ins Tal.

Und genau das hatten wir nun auch vor. Wir hatten Tickets für eine Mountain-Gokart-Fahrt gekauft. Ganze 7 Kilometer lang geht es über Serpentinen hinab ins Tal, eine gute halbe Stunde braucht man dafür. Kein günstiger Spaß, aber wirklich lustig. Die aktuellen Preise sucht ihr euch am besten auf der Homepage der Mountain Gokart Hochwurzen raus.

Nun bin ich in meiner Familie eher als lahme Ente verschrien. Wieso? Das weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht, weil ich auf der Sommerrodelbahn langsam gefahren bin, als die Kinder noch so klein waren. Ich wollte sie nicht erschrecken - und nun habe ich den Ruf als Schlafmütze. Das hat man davon, wenn man Rücksicht nehmen will...

Aber! Meine Stunde war nun gekommen. Nach einer laaaaangen Prozedur des Helmfindens ("Mama! Der drückt! Nee, der passt gar nicht! Der sieht aber blöd aus!") hatten wir es endlich. Also, rauf aufs Gokart!

Das große Kind mit langen Haaren (das sei hier schon mal erwähnt, weil es noch erwähnenswert ist) nahm vor mir Platz, irgendwo halb auf meinen Beinen, halb auf dem Sitz dazwischen. Es dauerte eine Weile, bis wir eine halbwegs bequeme Position für unsere Füße gefunden hatten. Ihre Füße mussten auf meine drauf. Mit nur noch 3 Schuhgrößen Unterschied nicht ganz einfach. Aber egal, schließlich passte es endlich.

Und dann kam meine Zeit der Rache. All die Sprüche über lahme Enten und sonstigen langsamen Tieren ließ ich nun auf einer sehr rasanten Fahrt hinter mir. Die Bergwelt flog an uns vorbei. In jedem Schlagloch hüpften wir auf und ab und riefen laut "Uiuiuiuiui" oder sonstiges unsinniges Zeug. Die langen Haare meiner Tochter jedoch wehten mir ständig ins Gesicht. Und in den Mund. Ich war umzingelt von diesen langen Haaren und konnte sie nicht wegstreichen - an ein Entfernen meiner Hand vom Lenker, auch ein noch so kurzes, war nicht zu denken. Wir waren viel zu schnell. Wir ließen den Mann und das andere Kind weit hinter uns. 

In einer Kurve kam von hinten ein junger Mann angerauscht, ein Mitarbeiter. Er rief uns etwas zu, das klang wie "basalsbeing?". Mein Hirn ratterte trotz Geschwindigkeitsrausch - er wartete auf eine Antwort. Sah uns erwartungsvoll an, während wir talwärts rauschten. Aber was um alles in der Welt hatte er nur gesagt???

Schließlich entknotete mein vom Adrenalin gepuschtes Hirn den Buchstabenbrei zu folgendem Satz, den ich euch gleich mal auf Hochdeutsch übersetzt wiedergebe: "Passt alles bei Ihnen?".

Ah! Schnell genickt, und schon war er davon gesaust. Ja, er war noch schneller als ich. In jeder Kurve und jedem Schlagloch fragte ich nun in die Haare hinein "basalsbeing?", was meine Tochter zu immer größeren Lachsalven veranlasste. 

Vor Lachen fast vom Gokart gefallen ist sie allerdings erst, als sie auf ihre Frage: "Mama! Hast du denn das Schild nicht gesehen?" meine Antwort in ihre Haare gebrüllt bekam. 

Ich: "Welches Schild???" 
Sie: "Na, dass auf dem stand, dass du langsam fahren sollst!!!"
Ich: "Hab kein Schild gesehen!"

Wir waren zu schnell - ich hatte das Schild nicht gesehen, so schnell waren wir daran vorbeigezischt...


Donnerstag, 21. September 2017

Da hängt ja noch Zuckerguss dran!!!



Pünktlich ist es. Jeden Tag um Punkt 17 Uhr legt das kleine Glasboot schaukelnd am Steg vor unserem Hotel an. Glasboot heißt es deshalb, weil es am Boden einen Glasboden hat, durch den man den Meeresgrund sehen kann. Richtig müsste es vermutlich Glasbodenboot heißen. Hört sich aber irgendwie blöd an. 

Nicht ganz billig ist das Vergnügen für uns vier. Und ein bisschen arg touristisch ist es auch. Aber - so what? Wir haben Lust drauf, zu erfahren, was hinter der Bucht liegt, in der unser Hotel steht. Und wir haben Lust drauf, zu erfahren, was es unter Wasser so zu sehen gibt. Mit dem Tauchen habe ich es nicht so, auch schnorcheln ist nicht so meins. Und außerdem - ich möchte nicht auf dem offenene Meer schnorcheln. Vielleicht etwas gefährlich, wenn dort die Jachten fahren. Und die Tretboote. Und das Glasboot! 

und hinaus aufs offene Meer!
auf einer Insel hat jemand Steintürme gebaut

Die ganze Woche haben wir das Glasboot kommen und wegfahren sehen. Wir entscheiden uns am letzten Tag dafür, auch noch mitzufahren. 

Schon beim Einsteigen schaukelt die Nuss-Schale hin und her - klar, wir sind auf einem Boot. Aber ob mein Landei-Gemüt das auch weiß? Wir werden sehen...

Wir fahren hinaus, um die Ecke der Bucht herum und wir kommen aufs offene Meer. Auf dem Meer schaukelt es nicht so sehr. Aber als wir dem Land nah kommen, um dort Fische zu beobachten. Ach je! Die Große und ich werden leicht grün um die Nase. Gut, dass wir so braun geworden sind, da fällt das hoffentlich gar nicht so auf. Wir können jedoch erstmal nicht vornübergebeugt durch den Glasboden schauen. Die Küste ist wild zerklüftet, das Wasser hat seine Spuren in das Gestein gegraben. Ist auch schön! Wer will schon die ganze Zeit auf den Meeresgrund starren?

Der Blick durch den Glasboden offenbart machmal auch
etwas unerwartetes. Wir sind gespannt, was uns erwartet!

Doch als es ein Stück weiter einen tiefen Canyon unter Wasser zu sehen gibt, beugen wir uns auch wieder nach vorne. Die Kids schlucken. Vom Tretboot aus sind sie hier noch ins Wasser gerutscht. Aber dass das sooooo tief sein könnte unter der Wasseroberfläche - das hätten sie nie gedacht. Vielleicht ganz gut, dass wir erst am letzten Tag auf das Glasboot gestiegen sind...

Der Bootsführer redet wenig. Eigentlich sagt er nur dreimal etwas. Er hat es mehr mit Gesten und verteilt trockenes Brot an die Fahrgäste. Was? Ein Snack für uns? Ach nee, da kommt gleich ein Schwarm Fische angeschwommen. Für die soll das Brot sein. 

"Mama! Da hängt doch noch Zuckerguss dran!", höre ich unsere Kurze entsetzt rufen. Ob die Fische das essen? Ja, denen ist das vollkommen egal, ob da Zuckerguss dran hängt oder nicht - rein damit. Das Fische so etwas ungesundes wie Zuckerguss essen - damit hat das Kind nicht gerechnet. Noch Wochen später erzählt sie das ganz entrüstet. Wobei sie sich, glaube ich, mehr über den Bootsführer aufregt, der den Fischen so etwas überhaupt anbietet. 

Mit Zuckerguss 😃


und tiiiief hinunterbeugen muss man sich!
Der Schwarm glitzert wunderschön in der Sonne im klaren, türkisblauen Meer. Den mitfahrenden Kindern macht das Füttern Spaß. Ein bisschen Abenteuer ist auch dabei, denn sie müssen sich wirklich weit über die Reling hängen, um die Wasseroberfläche zu erreichen.

elegante, in der Sonne glänzende Fische


Und dann kommt etwas, was mich wirklich staunen lässt. Das auf dem Meeresgrund überall riesengroße Seeigel sind, wusste ich und hatte ich schon zu Beginn der Glasboot-Fahrt gesehen. Sie sehen sehr schön aus. Die Seegurken, die ebenfalls überall verteilt sind, sind jetzt nicht wirklich hübsch, aber das habe ich ihnen nicht gesagt. 

Doch dann! Wir fahren in ein Feld, eine Unterwasserwiese. Zwischen dem Seegras überall riesige, aufrecht stehende Muscheln. Ich bin völlig verblüfft. Das hatte ich nicht erwartet! Sind die toll! 32 Stück zählt die Kurze und staunt auch - wie wir alle.

Muscheln! Riesige Muscheln!
(Das Bild ist durch die Glasscheibe fotografiert und außerdem
vergrößert, eine bessere Qualität habe ich leider nicht rausholen können...)


Nach einer guten Stunde sind wir wieder am Hotel angekommen - gerade hatte ich mich an das Geschaukel gewöhnt. 


Seid ihr schon mal Glasboot gefahren? Und habt ihr schon mal solch große Muscheln gesehen?

Also - bleibt reisend!

Freitag, 15. September 2017

Zwischen Hopsi und Wahnsinn

Erste Anlaufstelle in Schladming ist für uns immer die Planai. Die Seilbahn bringt uns in wenigen Minuten hinauf auf auf 1894 Meter. Mit grandiosem Blick auf das Dachsteinmassiv gegenüber. Bei diesem Anblick kann ich durchatmen.

auf der Planai, rundum Berge, so weit das Auge schaut




Der Grund, warum wir zuerst hier her müssen, ist aber ein ganz anderer. Denn hier oben gibt es "Bestes Wasser der Welt". Eine Quelle, die sich nie endend aus "Uschi's Bründl" ergießt, erfrischend und klar. Und richtig kalt!

das ist Uschi's Bründl -
bestes Wasser der Welt

Meine Kinder lieben dieses Wasser. Es ist so weit, dass wir mehrere leere (große!)  Flaschen mit nach oben nehmen um Uschi's Bründl-Wasser abzufüllen und mit ins Tal zu schleppen. Klar, das macht man schon mal mit "bestem Wasser der Welt".
Wer Uschi ist, wissen wir nicht.
Ihr Wasser jedenfalls ist super!


Als wir vor zwei Jahren dort oben waren, gab es eine neue Wanderrunde ganz speziell auf Kinder abgestimmt, sogar eher auf kleine Kinder. Kinderwagentauglich und mit Aussicht. Die so genannte "Hopsi-Runde". Hopsi war und ist das Maskottchen der Planai, der Skifahrer und der Ski-WM.

Was lag also näher, Hopsi auch als Leitfigur für den neuen Kinder-Wanderweg zu nutzen?
Schon unten im Tal macht Hopsi Werbung für die Planai und den Rundwanderweg.

Hopsi überall. Als Figur, als Plüschtier und als Gondel.
An Hopsi kommt man nicht vorbei, wenn man auf die Planai will.

Mit jedem Jahr wird es voller in unserem geliebten Schladming und damit leider auch auf der Planai. Der Hopsi-Weg wurde ausgebaut und erweitert. Die Mädels haben sich sofort in die neuen, riesigen Kugelbahnen verliebt. Ich habe erst gezögert, jeder eine Holzkugel für 2 Euro zu kaufen. Aber gut - ich habe mich überreden lassen. Was nicht ganz korrekt ist - der Papa hatte längst entschieden und den Geldbeutel gezückt. Auch gut. 

Am Ende haben sich die Kugeln wirklich gelohnt, denn wir waren vier Mal oben auf der Planai und haben tatsächlich jedes Mal daran gedacht, die Kugeln mitzunehmen. Sie sind also gut genutzt worden. Und für den Spaß, den sie uns gebracht haben, waren die vier Euro wirklich gut angelegt, das gebe ich zu (aber bitte nicht meinem Mann verraten...).

ein Teil der Kugelbahnen. Sie sind wirklich toll geworden
und vor einer solchen Kulisse sicherlich einmalig

Immer wieder sind Kuhglocken im Steiermark-Style eingebaut. Die Kugeln machen Musik, wenn sie an die Glocken stoßen. Auf den Elementen können sich die Kugeln wunderbar duellieren und sich tatsächlich gegenseitig überholen. Die Kurze ist vor lauter Spannung die ganze Zeit wie ein Flummi auf und ab gehüpft. Die Kugeln haben teilweise so einen Speed drauf gehabt, dass man sie schwer zu Fuß verfolgen konnte ohne sich selbst auf die Nase zu legen. Immerhin geht es da echt steil abwärts. Sie haben sich wirklich heiße Rennen geliefert - mit zwei kleinen Holzkugeln.



Die Seilbahn fährt bis 17 Uhr. So ab 16 Uhr war schon langsam etwas weniger los an den Kugelbahnen und den anderen Stationen. Vorher jedoch herrschte hier der blanke Wahnsinn. Der ganze Berg quoll über vor Menschen. Kennt ihr Wimmelbilder? Ja, genau so. So sah es aus.

An der Wasserstation dann der Höhepunkt. Dort werden nun in den Sommermonaten täglich zusätzlich zu den sowieso spannenden und kurzweiligen Stationen noch Bastelaktionen angeboten. Dabei sind die Kids so beschäftigt am Wasserspielplatz, dass es dort locker für mehrere Stunden Aufenthalt reicht. Uns ging es jedenfalls so! Mein Mann und ich saßen richtig lange auf einer Bank im Schatten, schauten dem Treiben zu, sprachen länger mit der Planai-Mitarbeiterin, die die Bastelaktion betreute und spielten Mau-Mau. Wir saßen bestimmt anderthalb Stunden (mindestens!) an einem Fleck und die Kinder waren im Gewimmel (denkt an das Wimmelbild!) unterwegs. 

Hopsi-Weg? Hier entlang!


Und dann brauchten wir dringend ein wenig Erholung. Wir entschieden uns, nicht direkt den Hopsi-Rundweg weiterzugehen. Und siehe da - nur wenige Gehminuten weiter hatten wir sie wieder: die Ruhe, die wir von den Bergen kennen und so lieben.


Fanden wunderschöne Wiesen. Grüne Tannen. Flatternde Schmetterlinge. Bunte Blumen.





Und Blaubeeren! Am Hopsi-Weg sind keine Blaubeeren mehr. Doch hier, in der Abgeschiedenheit, sind die Sträucher voll davon. Ich kann nicht genug davon bekommen! Wir haben händeweise die Blaubeeren gepflückt und genascht. Wie letztes Jahr in Schweden direkt vom Strauch. Himmlisch!
 
Blaubeeren!
In einer abgelegenen Berghütte gab es Apfelstrudel und Skiwasser für alle. Wir waren fast die einzigen Gäste. Und knapp 200 Meter weiter tobte der Wahnsinn weiter. Verrückt.
Für den Wirt allerdings sind mit dem Hopsi-Weg sicherlich härtere Zeiten angebrochen. Kaum einer verirrt sich hier her - die meisten bleiben auf dem Rundweg, zu essen bekommt man dort auch genug. Schade! Der Apfelstrudel war wirklich lecker.

Der Hopsi-Weg ist trotzdem richtig schön, die Stationen liegen nah beieinander und motivieren so auch kleine Kinder zum laufen. Ich glaube, sie merken gar nicht, wie weit sie da gelaufen sind. Es gibt zu viel zu entdecken!

Das sind zwei der vielen Stationen auf dem Rundweg. Das Geweih zum klettern ist echt ein Hingucker und anders als andere Klettergerüste, die ich kenne.

Eigentlich wollten wir nur mal schnell Uschi's Bründl-Wasser holen. Tja, am Ende waren wir den ganzen Tag dort oben. Und obwohl wir die Runde schon kannten, fanden wir den Weg super. Vielleicht sogar gerade deswegen, denn die Kids haben sich schon auf die nächste Station gefreut, wenn sie sich erinnert haben, was nun alles noch kommt.

Habt ihr gute Tipps für Kinder-Wanderwege für uns? Wir bevorzugen Rundwege, Ideen dafür sind immer willkommen!

Bleibt reisend!

Donnerstag, 14. September 2017

Dvigrad - 7Tage7Sketche Tag 7

Yes!!! Ich habe es tatsächlich auch dieses Mal geschafft!!! Alle 7 Sketche sind in der erforderlichen Zeit fertig geworden. Ich freue mich sehr! Liebe Mel, tausend Dank für die tollen Sketche und die grandiose Aktion!

Es hat mir großen Spaß gemacht und ich freue mich nun jeden Tag an den vielen neuen Layouts.


Dvigrad -ein zauberhafter Ort über den es hier auch
bald mehr zu lesen geben wird!
Wie jeden Tag die Vorgabe hinterher:

 


Wie ihr seht, habe ich mich dieses Mal nicht so ganz daran gehalten, der Titel ist zum Beispiel ein wenig verrutscht. Hat mir oben einfach besser gefallen wie in der Mitte.




Nach der ganzen, geballten Kreativität gibt es bald wieder etwas über unseren Roadtrip zu lesen, versprochen. Ich schreibe schon fleißig...