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Samstag, 30. April 2016

Von Amsterdam und Haarlem

Hallöchen!

Weiter geht es mit einem Bericht über unseren Holland-Aufenthalt. Diesmal habe ich euch zwei Städte mitgebracht.

Amsterdam – geliebte Stadt

Ein Aufenthalt in den Niederlanden ohne Besuch in Amsterdam? Für mich unvorstellbar. Es ist einfach meine Lieblingsstadt. Ich liebe die schönen Häuser mit den tollen Giebeln, die Grachten, die Brücken und die Hausboote, die in den größeren Grachten überall vor Anker liegen. 

schmale Häuser dicht an dicht - so ist das in Amsterdam


Und irgendwann, da möchte ich selbst einmal Urlaub auf so einem Hausboot machen. Ich weiß noch, wie unsere Große gestaunt hat, als wir ihr das erste Mal Amsterdam gezeigt haben und sie entdeckt hat, dass die Menschen fest in den Hausbooten wohnen, ja sogar einen Briefkasten am Ufer aufgestellt haben um ihre Post zu erhalten. 

eine Gracht mit typischen Hausbooten
 
Parken in Amsterdam

Das einzige, was uns vorher ein wenig beschäftigt hat, war die Parkplatz-Situation in Amsterdam. Denn das letzte Mal, als wir dort hin wollten, sind wir zwei Stunden Runde um Runde durch die Stadt gekurvt und haben nirgendwo einen Parkplatz bekommen. Zu allem Überfluss hat die Kleine auf dem Rücksitz in dieser Zeit hohes Fieber bekommen und wir sind zurück ins Ferienhäuschen gefahren ohne einen einzigen Fuß in der Stadt gehabt zu haben. Das wollten wir diesmal vermeiden – es tut dem Familienfrieden gar nicht gut, wenn man so lange vergeblich nach einem Parkplatz sucht und auf engstem Raum zusammensitzt, das kann ich aus einiger Erfahrung berichten. Ich habe auf der Seite "Nach-Holland" eine ganz tolle Aufstellung über die P&R-Parkplätze in Amsterdam gefunden, mit genauer Beschreibung, wie man das machen muss. Und was soll ich sagen? Das war spitze! Das hat so gut geklappt und wir hatten ohne langes Suchen einen sicheren, guten Parkplatz in einem Parkhaus und das für richtig wenig Geld. Klasse! Die Kinder hat's auch gefreut, sie konnten Bus und Tram fahren, denn mit dem P&R-Ticket kann man beides nutzen und das haben wir auch getan.


Kinderfüße im Rotlicht-Viertel

In der Innenstadt haben wir uns dann nur zu Fuß bewegt, nachdem wir an der Centraal Station, dem Hauptbahnhof, ausgestiegen waren. Auf dem Stadtplan hatte ich mir ausgekuckt, wie wir am schnellsten in Richtung Blumenmarkt laufen. Ja, doch irgendwie hatte ich nicht bedacht, das diese schnellste Strecke direkt durch das Rotlicht-Viertel führt! Zum Glück sind tagsüber die meisten der Schaufenster leer, in denen sich abends die nackten Damen präsentieren. Nur zwei Damen in mehr oder weniger heißen Höschen (über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten) waren in ihren Glaskästen zu sehen. Und um die haben wir die Kinder mit Blicken auf interessante Giebel oder ähnlichem geschickt herum geführt und auch um die Läden mit „Erwachsenen“-Spielzeug konnten wir sie herum lotsen ohne das sie etwas gesehen haben, was eher nichts für Kinderaugen ist. Ich hätte mich ohrfeigen können! Ich wusste das doch eigentlich!


Auf dem Rembrandtplein haben wir etwas neues entdeckt. Plötzlich standen wir mitten in der Nachtwache. Das berühmteste Gemälde von Maler Rembrandt wurde auf diesem Platz durch unzählige Bronzefiguren lebendig und man konnte sich mitten durch das Gemälde bewegen. Das war echt verrückt. Und richtig toll wurde es dann noch durch einen Akkordeon-Spieler, der die richtige Stimmung zauberte. 

die Fernweh-Futter-Kinder stehen im Gemälde der "Nachtwache"

Kunst zum Anfassen!

 
Ansonsten hatten wir bei unserem diesjährigen Amsterdam-Besuch mit dem Wetter nicht so viel Glück, es war sehr kalt und windig, ab und zu regnete es auch stark. Nach dem wir sehr ausgiebig jeden Souvenirladen (ja, ich oute mich, ich mag diese Nepp-Geschäfte von Zeit zu Zeit total gerne) besichtigt hatten, haben wir den Heimweg angetreten. Ein Schlenker über den Dam mit dem Koninglijk Paleis und der Nieuwe Kerk mit einer Aufwärm-Pause in einem beliebten und vor allem angenehm warmen Fast Food Restaurant sind wir mit der Tram zurück zum P&R-Parkhaus gefahren und waren über die Hilfsbereitschaft des Tramfahrers ganz begeistert.

Holz-Tulpen auf dem Blumenmarkt


Ich liebe Amsterdam immer noch. Sehr sogar. Und ich komme jederzeit gerne wieder. Trotzdem hatten wir schon bessere Tage in Amsterdam. Doch das ist allein dem Wetter geschuldet, das war einfach zu kalt. Und zu nass!



Haarlem

der Grote Markt in Haarlem

Ein Weg mit Hindernissen
 
Nur gute 40 km von Egmond aan Zee entfernt liegt das hübsche Haarlem. Mit einem Besuch habe ich schon die letzten Male geliebäugelt, als wir in Egmond waren – doch umgesetzt haben wir den vagen Plan noch nicht. Bis jetzt! Am vorletzten Tag sind wir losgefahren, mit dem Plan, möglichst ohne Autobahn-Nutzung nach Haarlem zu kommen, da wir gehofft haben, einige Blumenfelder zu entdecken. Das war eine Schnapsidee. Ganz ehrlich – macht das nur nicht nach! Wir sind durch irgendwelche Industriegebiete gefahren, das Navi wollte uns kurzfristig sogar über eine Fähre schicken, die nur eine schmale Gracht überfuhr. Wir standen lange an einer Ampel, die rot wurde, als die Brücke für die durchfahrenden Boote geöffnet wurde. Wir sind am Fährhafen Ijmuiden vorbeigefahren, von dem aus die großen Autofähren nach Newcastle in England ablegen. Schließlich sind wir dann doch noch in Haarlem gelandet – ich hatte schon fast nicht mehr darauf gehofft. Und zu allem Überfluss haben wir kein einziges Blumenfeld gesehen! Grrr!!





Picknick in der Stadtmitte

Durch die lange Irrfahrt hatten wir erstmal gehörigen Hunger. Das Wetter war nicht ganz so schlecht und so haben wir uns für unser Mittags-Picknick den Platz in der Mitte Haarlems, dem „Grote Markt“, ausgesucht. Neben einer Statue haben wir die Sitzkissen ausgebreitet und die mitgebrachten Brote und anderen Snacks. Die Leute, die vorbei gingen, haben sich sehr über unser Picknick gefreut, obwohl sie gar nichts davon abbekommen haben. Alle begegneten uns mit einem Lächeln. 


Stadhuis - das Stadthaus


Allzu lange haben wir es jedoch nicht ausgehalten, so warm war es dann auch nicht. Deshalb sind wir in die St. Bavo-Kerk gegangen. In einer Kirche ist es wärmer als an einem kühlen März-Tag draußen. Oder? Weit gefehlt! Es war eiskalt in der Kirche! So eine kalte Kirche habe ich noch niemals besucht. Ich war so froh, als wir wieder auf dem Grote Markt standen, das kann ich euch sagen! 

die St. Bavo-Kerk auf dem Grote Markt, davor die Statue (die mit den Treppen), auf der wir gepicknickt haben


Haarlem ist ein niedliches Städtchen, hat seit 1245 die Stadtrechte und ist damit eine Stadt mit vielen alten Häusern. Wir sind noch ein wenig herum gebummelt, haben den ein oder anderen Laden durchstöbert und sind schließlich zum Auto zurück gegangen. Eigentlich hatte ich vor, das Frans Hans-Museum oder das Teyler-Museum noch zu besuchen, doch durch unsere morgendliche Irrfahrt hat das nicht mehr so gut in unser Zeitfenster gepasst. Schade, die sahen beide auf der jeweiligen Homepage echt interessant aus. 


Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenende! Unternehmt was schönes und genießt den Moment.

Bis bald, eure Nina

Sonntag, 24. April 2016

Ostern in Holland

Zwei Jahre haben wir es ohne ausgehalten – jetzt musste eine Reise nach Holland einfach wieder sein. Die wunderschönen Häuser mit ihren tollen Giebeln bestaunen, die hübschen Gassen, die vielen Fahrräder, Käse essen (oder frischen Fisch), dazu noch Meer und Möwen. Ja, das ist schon ein Land nach unserem Geschmack!

Die letzten Male sind wir in den Herbstferien nach Holland gefahren, diesmal haben wir die Osterferien ausprobiert. Vom Wetter her ist es sehr ähnlich gewesen, mal Regen, viel Sonne und frischer, kühler Nordseewind – nichts unerwartetes für uns. Wir sind ausgerüstet mit Regenkleidung und warmen Jacken, das Häuschen hat eine sehr gute Heizung – so schnell kann uns also nichts passieren.

Geliebtes Meer - hier in Egmond aan Zee


Vorher habe ich schon ein bisschen geschaut, was wir wohl unternehmen könnten. Wir wollten gerne noch ein paar neue Dinge sehen, die wir noch nicht kennen. Und auch ein paar Dinge wiedersehen. Nach zwei Jahren haben wir uns richtig darauf gefreut, den Leuchtturm in Egmond aan Zee, den Ferienpark mit unserem geliebten Ferienhäuschen, Grachten und das Meer wiederzusehen.

An Karfreitag ging es los, wir waren also wie die letzten Jahre auch über Ostern unterwegs. Dieses Jahr war Ostern sehr früh, deshalb gab es leider noch keine Tulpenfelder zu sehen, wie ich eigentlich gehofft hatte. Ein paar wenige Felder mit Osterglocken, Hyazinthen und Krokussen haben wir entdeckt. Die sahen auch sehr schön aus, ließen sich aber leider nicht wirklich fotografieren.

Alkmaar haben wir schon oft besucht und ich muss gestehen, dass ich vor Urlaubsantritt noch gesagt habe, dass ich nicht unbedingt nach Alkmaar fahren muss. Im Endeffekt waren wir viermal in Alkmaar, eine Grachtenfahrt inklusive. Die letzten Male gab es keine Grachtenfahrten, da im Oktober der Betrieb aufgrund der Witterung bereits eingestellt wurde. Und in Amsterdam, meiner absoluten Lieblingsstadt, ist mir (als ausgewachsenes Sparbrötchen) eine Grachtenfahrt zu teuer. Diesmal jedoch haben wir spontan zugegriffen. Wir sind nur durch Alkmaar geschlendert, haben ein bisschen in den Geschäften geschaut und die Fassaden bestaunt. Da kamen wir an der Anlegestelle vorbei und schwupps, saßen wir auch schon im Boot. 

Häuserzeile an der Singelgracht in Alkmaar

Es hat großen Spaß gemacht, denn vor jeder Brücke (und auch in Alkmaar gibt es im Grachtensystem reichlich davon) mussten wir mindestens die Köpfe einziehen. Bei sehr vielen haben wir uns sogar flach auf die Sitzbänke legen müssen, so dicht über uns war der Brückenbogen. 

"Bitte achten Sie auf Ihre Köpfe!"

Die niedrigste Brücke Alkmaars mit 80 cm über dem Wasserspiegel haben wir jedoch leider auslassen müssen, denn die Herrschaften, die ganz vorne im Boot saßen, haben weder auf holländisch, englisch oder deutsch verstanden, dass sie sich ganz flach jeder auf eine eigene Bank legen müssen – so haben wir leider nicht durch gepasst. 


Das bin ich - bei der Durchfahrt unter einer der Brücken...


Eine knappe Stunde sind wir rund um Alkmaar geschippert, durch die Singelgracht, vorbei an der Molen van Piet, der Mühle in Alkmaar.


 
Molen van Piet

Die „Große Mühle“, wie sie auch genannt wird, wurde 1769 erbaut. 1884 wurde sie von Cornelis Piet gekauft, seither heißt sie „Molen van Piet“, die Mühle von Piet. Interessant ist, dass die Königswelle, die die 3 Mahlgänge antreibt, ein alter Schiffsmast ist – und somit sogar noch älter als die Mühle selbst. Bis 1993 hat sie noch Mehl gemahlen. Seitdem liegt sie in einer verkehrsberuhigten Zone in der Mehl- und Getreidefuhren nicht mehr erlaubt sind. Besichtigen kann man sie nicht, sie ist im Privatbesitz und sogar bewohnt. 

 
Wunderschöne Grachten


Freitags findet in Alkmaar von etwa Ende März/Anfang April bis Ende September der Käsemarkt statt. Bei unseren vorherigen Besuchen in dieser Gegend waren wir dementsprechend immer zu spät für den Käsemarkt. Umso größer war unsere Überraschung, als wir gesehen haben, dass dieses Jahr der erste Käsemarkt bereits an unserem Anreisetag abgehalten wurde. Bedeutete aber auch, dass er an unserem Abreisetag ebenfalls stattfinden würde. Das war unsere Chance! Klar wird der Markt heute nur noch für die Touristen abgehalten und klar würde dann auch alles voller Touristen sein – aber manchmal macht Tourist sein ja auch Spaß. 

Und "Hepp!", mit Kommando läuft es sich gleich besser los

Als der Käsemarkt das erste Mal abgehalten wurde, gab es noch keine Touristen in dem Sinne. Wann genau der erste Käsemarkt stattfand, ist unklar. Aus alten Dokumenten geht jedoch hervor, dass im Jahre 1622 ein Käsemarkt stattgefunden hat. Man hat aber auch herausfinden können, dass 1593 die Käseträger-Gilde gegründet wurde, was darauf schließen lässt, dass es auch damals schon einen Käsemarkt gegeben haben muss.


Die Käseträger-Gilde besteht aus vier Körperschaften, den so genannten ‘Vemen’. Jede Körperschaft hat eine eigene Farbe (rot, grün, blau und gelb) und besteht aus 6 Käseträgern sowie einem sogenannten „Taschenmann“ (bei dem man früher den Käse bezahlt hat). Die Farben sind jeweils am Hut oder der Schleife der Käseträger und an der Farbe der Tragbahre zu erkennen.
 
die Käseträger machen eine kleine Pause

Der Käsevater, den die Käseträger „Paps“ nennen, ist das Oberhaupt der vier Körperschaften. Er trägt einen orangefarbenen Hut. Außerdem gibt es die Käsesetzer, die ab 7 Uhr morgens den Käse in langen Reihen auf den Marktplatz setzen und auch die Tragbahren beladen.


Das wollten wir mit eigenen Augen sehen. Und so sind wir am Abreisetag noch in Alkmaar stehen geblieben und zum Marktplatz gelaufen. Was für ein Spektakel! Wie erwartet war alles voller Leute. Für den Käsemarkt wird der Marktplatz rundum mit Gittern abgesperrt, an denen sich die Schaulustigen drängeln. Wir haben einen Platz ganz vorne ergattern können, so konnten auch die Kids gut sehen, was die Käseträger machen. Jede voll beladene Tragbahre wiegt gute 130 kg, getragen von zwei Käseträgern. Sie wetzen in einem ziemlich lustigen Laufschritt immer hin und her über den Platz, bis zur Waage (logischerweise im Waagenhaus, in dem auch ein wunderbares und sehenswertes Käsemuseum untergebracht ist) und wieder zurück zu den Käufern. 

Die Käsesetzer bei der Arbeit, eine Tragbahre wird beladen

Wir hatten uns einen besonderen Tag ausgesucht, denn just an diesem Tag hat der Keukenhof, der berühmt ist für seine wunderbaren Tulpen und Blumenausstellungen, 25.000 Tulpen gespendet und der ganze Marktplatz war neben den Käselaiben ein einziges Blumenmeer. An die Kinder wurden diese Tulpen – mit Zwiebeln!! - verschenkt. Und so kam es, dass ich die ganze Heimfahrt über 15 Tulpen mit Zwiebeln in einer hastig aus dem Kofferraum gezerrten Mülltüte, die wir notdürftig mit etwas Mineralwasser gefüllt haben, zwischen meinen Füßen stehen hatte. Sie haben es alle überlebt und bis Anfang dieser Woche ganz wunderbar in unserem Garten geblüht.

Käse und Tulpen - was für ein schönes Bild




Was wir noch erlebt haben, werde ich in einem eigenen Beitrag posten, das sprengt diesen Beitrag hier. Deshalb sage ich: Bis bald!! Eure Nina 



Sonntag, 10. April 2016

LaHuStaHu - wir machen mit!

Hallo Ihr Lieben!

Lange habe ich überlegt, wie ich wohl bei Sinas Aufruf zum Lieblingscafé mitmachen kann. Als Familie gehen wir eigentlich nie gemeinsam in ein Café. Wir gehen lieber mal (ganz selten) in ein Restaurant, sonst sind wir Picknick-Freaks und breiten unsere Picknickdecke auch an den unmöglichsten und ungewöhnlichsten Orten aus, sobald es von den Temperaturen her geht. Gerade heute war für uns Saisonauftakt, das erste Picknick für 2016! ENDLICH!!
Außerdem backt meine Mama die weltbesten Kuchen, da hat es ein Café wirklich schwer, gegen anzukommen. Wir besuchen lieber Mamas Küche...

Ich habe deshalb meine Kinder um Rat gefragt und meine große Tochter hatte gleich ein Café parat, dass sie richtig gut findet. Das Café, das meine Tochter ausgesucht hat, kennt sie von einem Besuch mit Oma und Opa. Seither sie mag es wirklich sehr.

Das schmale Haus links ist das Café, direkt an der Brücke

Deshalb haben wir für Recherche-Zwecke nun dieses Café besucht und „getestet“.

Ich habe die Speisekarte sehr genau studiert. Es gibt allein 17 verschiedene Sorten Tee zu bestellen, 12 Sorten Kaffee (Cappuccino, Latte Macchiato, klassischer oder entkoffeinierten Kaffee, etc.) und noch 10 andere Heißgetränke. Das ist eine Liste, die sich sehen lassen kann. Und das Preis-Leistungsverhältnis braucht sich nicht zu verstecken, das ist völlig angemessen und in Ordnung. Die Kuchenauswahl ist wirklich reichlich, es gab 14 verschiedene Sorten Kuchen, als wir dort waren – und das war nicht am Wochenende. 


ein Teil der Kuchenauswahl

Die Kuchen werden alle in der hauseigenen Backstube gebacken. Dort entstehen außerdem Pralinen und zur Weihnachtszeit auch noch Weihnachtsgebäck. Darüber hinaus gibt es kleine Snacks wie Baguette, Strammer Max, Bockwürstchen oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Wir haben den Kuchen getestet und ja, er hat bestanden. Das war wirklich lecker!

Das Café ist seit 1871 in Familienhand, es ist also ein sehr traditionsreiches Haus. Die Einrichtung entspricht nicht gerade dem, was ich mir für ein modernes Café aussuchen würde, da gibt es schöner – oder zumindest moderner - eingerichtete Cafés. Aber es ist sehr gemütlich und alles gepflegt und vor allem auch sauber. Im Sommer, wenn man auf der Terrasse sitzen kann, ist es sicher richtig schön dort, direkt an der Lahn zu sitzen und auf das schnell fließende Wasser und die wunderschöne alte Lahnbrücke zu schauen. Und die fehlende Modernität macht die Herzlichkeit der Bedienungen wieder wett. Wir sind sehr nett und mit einem dicken Lächeln empfangen und bedient worden. Hunde sind, nebenbei bemerkt, im Café erlaubt. Geöffnet ist das Café übrigens täglich und zwar ab 9 Uhr (außer Sonntag, da erst ab 13 Uhr). Es gibt 5 verschiedene Frühstück-Gedecke zur Auswahl, außerdem kann man gegen einen geringen Mehrpreis weitere Leckereien (wie Joghurt oder Obstsalat) dazu bestellen. Wir haben das nicht getestet, daher kann ich nicht sagen, wie reichhaltig es ist, aber die Preise sind auch hier wirklich in Ordnung.
 
Das Café von innen

Das weiter unten beschriebene "Loch" vom zweiten in den ersten Stock



Und nun gibt es eine Premiere auf diesem Blog! Denn alles weitere erfahrt ihr nun in einem Interview mit dem großen Kind, denn es ist ja sein Lieblingscafé und dann soll das Kind auch selbst beschreiben, was es daran mag.

Die Fragen (in lila) stelle ich, die Antworten (in grau) gibt meine Tochter.

Wie heißt den Lieblingscafé?
Es heißt „Zur Alten Lahnbrücke, Café Franz“.

Was gefällt dir an deinem Lieblingscafé besonders gut?
Dass es eher altmodisch eingerichtet ist und dass das Essen (der Kuchen) gut schmeckt. Das es zwei Stockwerke hat und man im zweiten Stock richtig gut sitzen kann. Man kann von oben auch durch ein großes Loch nach unten in den ersten Stock runtergucken!

Kann man dein Lieblingscafé leicht finden?
Ja! In Wetzlar an der alten Lahnbrücke, da wo im Moment die Blau-Miau steht und es ist auf der anderen Seite der Hospitalkirche.

Was kannst du sehen, wenn du im zweiten Stock aus dem Fenster siehst?
Entweder die Straße, die auf die Lahnbrücke führt oder schönes, rauschendes Wasser. Man kann aber auch noch auf die Alte Lahnbrücke gucken.

Was für ein rauschendes Wasser ist das denn?
Das ist die Lahn, die unter der Brücke durch fließt.

Gibt es auf dem Wasser etwas zu entdecken?
Haubentaucher, Enten, Bäume...

Ein verwunderter Einwurf meinerseits: Auf dem Wasser Bäume??
Das Kind lacht: ...Nein, am Rand!! Auf dem Wasser gibt es aber auch noch Äste, die ins Wasser gefallen sind.

Kann man in deinem Lieblingscafé auch draußen sitzen?
Ja, aber im Moment noch nicht, denn es ist noch nicht warm genug. Es gibt zwei Terrassen, eine im unteren Stockwerk und eine oben.

Hast du dort auch schon Kuchen gegessen? Und wenn ja: Wie hat er geschmeckt?
Ja, ich habe schon zweimal Kuchen gegessen und der hat SUPERGUT geschmeckt!

Gibt es eine große Kuchenauswahl?
Ja, selbst gebacken.

Kannst du einen Kuchen besonders empfehlen?
Himbeer-Sahne-Joghurt.

Wie sind die Toiletten dort?
Sauber. Obwohl ich keine Putzfrau gesehen habe.

Ist das Café für alle Menschen zu empfehlen?
Eigentlich ja, weil man auch unten sitzen kann. Ein Rollstuhl ist allerdings ziemlich unpraktisch.
Das Café hat zwar nichts besonderes für Kinder, aber alle Menschen scheinen bei ihnen sehr willkommen.

Ist die Bedienung freundlich und aufmerksam?
Ja. Besonders die eine Frau mit den kurzen grauen Haaren und der Brille.

Auf der nahen Lahn gibt es viel zu entdecken - die beiden "Tester" im Einsatz

Schokosahne und im Hintergrund die Lahn
Und die empfohlene Himbeer-Joghurt-Sahne

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Worte zur wunderschönen alten Lahnbrücke: Sie ist 104 Meter lang und 6,45 Meter breit. Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Brücken in Hessen – wurde sie doch zwischen 1250-1280 gebaut. Verändert wurde sie jedoch mehrfach, so zeigen Stadtansichten aus dem 17. Jahrhundert zwei mittlerweile abgebrochene Turmaufbauten, von denen einer sogar ein Gefängnisturm war. Seit 2011 ist die Brücke nur noch für Fußgänger und Fahrradfahrer frei gegeben. Mitten auf der Brücke steht im Moment eine riesige, 1200 kg schwere Bronzeskulptur in Form einer Katze, die Blau-Miau, die zu einer Ausstellung der Galerie am Dom gehört. In der Lahn gibt es einige Wasserfontänen, die teilweise wahnsinnig hoch in den Himmel schießen. Wenn die Fontänen in den Himmel steigen, spielt aus Lautsprechern auf der Brücke klassische Musik. Wir hatten sogar noch das Glück, dass ein Akkordeon-Spieler auf der Brücke ein paar Stücke gespielt hat – das war wie im Urlaub. 

Die Alte Lahnbrücke. Ziemlich mittig seht ihr das Café, das erste Haus der Reihe

 
Wenn man die Brücke überquert gibt es links eine metallene Wendeltreppe, die direkt zu einem Spielplatz führt – der ist auf jeden Fall auch kinderfreundlich!

Und nun noch mal der Hinweis auf Sinas "LAHuStaHu Ausflugssammelaktion" - schaut bei ihr vorbei, das lohnt sich! Ihr findet sie hier: Herr-Bohne-vom-Land (Klicken, dann seid ihr da!)

stadtkind


Bin schon sehr gespannt, was für Tipps zusammenkommen - vielleicht werden wir ja auch noch zu Café-Fans...


Wenn ihr neu hier seid - seid herzlich willkommen und schaut euch in Ruhe um! Ich berichte über unsere Reisen und zeige viel kreatives - Karten, Schachteln und Werke aus dem Scrapbooking-Bereich. 

Bald gibt es hier neues von unserer Reise in der letzen Woche. Also: Bis bald, eure Nina

Mittwoch, 6. April 2016

Land-Art oder wie muss es dann heißen?

Ihr Lieben!

Da bin ich wieder, war eine Woche das Fernweh füttern und bin voller neuer Eindrücke und mit freiem Kopf wieder zurück. Ihr könnt euch auf ein paar neue Blog-Posts freuen...

Heute nur ganz kurz ein einziges Bild vom Urlaub, eine winzig kleine Land-Art - oder muss es dann Strand-Art heißen, wenn das Bild im Sand entstanden ist?





Ich wollte den Kreis eigentlich noch viel, viel größer machen, aber dann kam mir ein riesiger Bagger dazwischen und ich musste flüchten. Er hat das Boot, das wir mühevoll aus Sand gebaut haben, komplett auf seine Schaufel genommen und hoch in die Luft katapultiert. Wie in Zeitlupe sahen wir unser schönes Piratenboot durch die Luft fliegen - Wahnsinn. Wir waren total geschockt, gerade eben saßen wir noch drin! Tja und da habe ich auch den schönen Muschelkreis nicht mehr größer machen können...

Ganz bald mehr von unserer Reise!

Bis bald, eure Nina