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Montag, 20. November 2017

wild and free in Pula

Im letzten Post hatte ich euch über unseren Besuch im Amphitheater Pula berichtet. Passend dazu habe ich heute noch ein Layout für euch:


Sommerlich, leicht, voller Freiheit sollte es sein, das Layout. Sollte die Hitze einfangen und die Zaubereien der Eisdielen. Ich bin sehr zufrieden damit...







Ich hoffe, ihr habt auch etwas, dass euch bei diesem Schnuddelwetter die sommerliche Wärme zurück bringt!

Dienstag, 7. November 2017

Pula

Liebes Pula!

Du schaffst mich. Du bist voll, voller Menschen, voller Fahrzeug. Du bist laut, laut von den Menschen und Fahrzeugen. Du bist voller Touristen, die wie eine Insektenplage über dich herfallen. Wehrlos bist du dem ausgeliefert und trotzt dem Ansturm mit deinen alten Mauern. Die Menschen, die in dir wohnen hat der Insekten-Touri-Strom eher hart werden lassen. Geld wechseln für eine Parkuhr? Nee. Nur gegen Kauf einer Postkarte, einer Flasche Wasser oder sonstiger Dinge gibt es Kleingeld zurück. So kommen wir in den Genuss von einer Flasche Wasser und zwei - natürlich einzeln gekauften - Postkarten. Dann haben wir genug Kleingeld zusammen um uns drei Stunden in deinen Straßen am Parkautomaten zahlen zu können. Verdenken können wir deinen Einwohnern das übrigens nicht, bei den Menschenmengen würde ich auch nicht den ganzen Tag mein Kleingeld für die Parkuhren bereithalten (wollen).

Steine aus dem 1. Jhd n. Chr. Alt und wunderschön!




Liebes Pula, deine größte Attraktion ist das Amphitheater, das weißt du ja. Und selbstverständlich wollen auch wir genau dorthin. Wir wollen auch unseren Kindern das erste Amphitheater ihres Lebens zeigen, denn bis nach Rom oder Verona haben wir es gemeinsam noch nicht geschafft. Deshalb hier, bei dir, liebes Pula. Wir stellen uns am Ende der Schlange an und rücken wirklich schnell zur Kasse vor. Doch als wir gerade direkt vorn angekommen sind, kommt eine Reisegruppe - mit Gruppenfahne, das ist mir wichtig zu erwähnen - von hinten angerauscht. Liebes Pula, diese Reisegruppe rauschte auch an uns vorbei und wir mussten an der Kasse warten, bis die ganze Reisegruppe mit Gruppenfahne und allen dicken Bäuchen und voluminösen Rucksäcken sich an uns vorbei gequetscht hatte. Dann aber! 50 kn für Erwachsene, 25 kn für Kinder, also für gesamt 150 kn (ca. 20 Euro) und wir sind endlich drin.

Wir suchen erst das Klo und dann suchen wir uns einen ruhigen Platz mitten im Amphitheater. Und da, liebes Pula, hast du mich wieder gekriegt. Wir nehmen uns viel Zeit für dein Herzstück, deine Hauptattraktion, deinen Touristenmagnet und hoffentlich Stolz von dir, der Stadt. Wir sitzen einfach da, beobachten die Menschen, beobachten die Möwen. Wir betrachten den Plan, den man uns mit den Eintrittskarten in die Hand gedrückt hat und schauen, wo die Ställe für die Tiere waren und wo die Gladiatoren ihre Räume hatten. Wir beobachten die Roadies, die geschäftig die Bühne im Inneren des Theaters aufbauen. Heute Abend wird hier Sting spielen. Die Mädchen spielen Tris, wie an vielen Orten. Es ist ein altes römisches Spiel und was könnte in dieser Kulisse besser passen als das? Zwei Stunden halten wir uns nur im Amphitheater auf, sitzen, schauen, staunen und lassen die Kulisse auf uns wirken, bis wir uns selbst ein bisschen wie die Römer fühlen.

130 m auf 100 m - das ist schon eine beeindruckende Größe
Möwen, ganz oben auf dem Rand des Amphitheaters
die Roadies bauen die Bühne auf und wir
sehen ihnen ein bisschen dabei zu



wir müssen sehr lachen, als wir im Amphitheater
diese Inschrift an der Wand sehen...
hier ist einer der Türme noch zu erkennen,
die außen angebaut sind

das große Kind mag Steinlöwen und muss
immer Hallo sagen gehen, wenn es einen entdeckt

Vor 15 Jahren war ich schon einmal hier, liebes Pula, erinnerst du dich daran? Ich weiß es noch genau. Denn damals hat mich das Amphitheater schwer beeindruckt. Und auch dieses Mal hast du mich wieder erreicht. Die Kinder sind wirklich mächtig beeindruckt, so etwas haben sie noch nie gesehen. Ich bin so froh, ihnen hier alles zeigen zu können. Als wir Hunger bekommen, gehen wir auf die Straße zurück. Unser Auto parkt nur ein wenig die Straße runter, dort haben wir unsere Lunchpakete im Kofferraum. Im Schatten eines Hauses finden wir eine Sitzgelegenheit und stärken uns, bevor wir noch ein wenig die Straße hinunter schlendern um bis zu deiner Festung zu kommen.

Auch dort war ich schon einmal vor 15 Jahren, liebes Pula. Deine Straßen sind heiß und voll. Es ist anstrengend, bis zur Festung zu gehen. Wir tun es trotzdem. Kommen an deiner Kirche und hübschen Gassen voller Souvenirläden vorbei, gehen am Hafen entlang und wenden uns schließlich bergauf.

vorbei an der Kirche, in deren Innerem wir kurz
in der Kühle verschnaufen.
Romantische Gassen führen nach oben.


Pula - wie wunderschön liegst du nun da vor uns! Der Himmel ist blau, das Meer glitzert vor deinen Füßen. Das Amphitheater ist von hier so hübsch anzusehen. Ich mag das, wenn ich irgendwo hinauf steigen kann und von oben auf die Stadt oder das Land sehen kann. Pula, deine Festung ist zwar von 1630, sie ist aber an sich nicht ganz so der Hit, das muss ich dir leider sagen. Oder liegt es daran, das wir erst im Amphitheater waren? Das historische Museum, das darin untergebracht ist, hat uns auch nicht ganz so überzeugt, aber das macht nichts. Der Blick entschädigt aber für all die Mühen beim Hinaufsteigen und allein dafür lohnt sich der Eintritt.

Pula - ist dein Anblick schön! Ich steige so gerne nach oben und schaue auf die Welt hinunter.


Die Festung oben über Pula

Kunst in der Festung. Das gefällt mir gut!

Wir sind am nächsten Tag abends noch einmal wiedergekommen, erinnerst du dich, liebes Pula? Wir hatten gehofft, dass ein bisschen weniger Menschen unterwegs sind. Aber da wurden wir leider eines besseren belehrt. An allen Ecken gibt es Live-Musik, Bands spielen vor dem flanierenden Publikum. Neben der Eisdiele sitzt ein Mann mit Gitarre und singt. Der Geruch des Südens, der warmen Sommernächte im Süden weht durch deine Straßen und ich atme tief ein. Ich kenne kaum einen besseren Geruch.

Pula - ist dein Theater abends schön! Wir können uns nicht satt sehen


in den Eisdielen wird gezaubert
das kann abends vorkommen...

vor dem Augustustempel hören abends
die Menschen der Band zu

und auch wir genießen den Zauber einer
warmen Sommernacht im Süden



Pula - du bist anstrengend mit den vielen Menschen. Das liegt aber an mir, da bin ich sicher. Denn ich bin ein Landei. Und du die quirlige Stadt, die im Sommer rund um die Uhr wach ist. Ich komme trotzdem gerne wieder. Danke, dass du mich für ein paar Stunden zusammen mit den anderen Menschen aufgenommen hast.

Samstag, 4. November 2017

Blick auf's Meer...

Neulich sagte ich schon, dass ich sicherlich noch öfter das geniale Farb-Explosionspulver "Magical" von Lindystampgang ausprobieren und ein wenig "herum-matschen" werde.

Genau das habe ich jetzt getan und es ist zum Beispiel das hier herausgekommen:

Farb-Explosion, sagte ich ja 😀.  Der ganz bunte Teil unter dem Foto links ist mit verschiedenen Farbsprays und besagtem Pulver entstanden, ich zeige euch auch gleich noch, wie schön das alles glimmert.

Das Blumenmuster entstand durch eine Mask, das ist eine Art Schablone, die auf das Papier aufgelegt wird. Dann sprüht man die Farben auf und unter der Schablone bleibt es weiß. Theoretisch jedenfalls. Denn ich war so im Farb-Rausch, dass ich ein wenig zu viel Farbe aufgetragen habe und diese dann unter die Mask gelaufen ist. Macht aber nix, gefällt mir gut, das Ergebnis!


Rechts unten in der Ecke das gleiche Muster mit der gleichen Mask. Der Unterschied besteht darin, dass ich nicht gesprüht habe, sondern mit Farbe gemischte Strukturpaste auf die Mask gestrichen habe. Beim Abnehmen der Mask bleibt dann das Blumenmuster zurück, das seht ihr hier sehr gut:


Und auch die Blümchen sind mit Farbspray behandelt:


Kuckt doch mal, wie die glimmern! Schön, oder?


Und so glimmert das ganze Layout vor sich hin. Ich mag das. Sehr sogar!!!

Das Bild entstand übrigens in Egmond aan Zee in den Niederlanden. Dort kann man auf dem Campingplatz, auf dem unser Mobil-Home stand, für 10 Euro die Stunde ein Fun-Fahrrad ausleihen. Wir sind damit bis ans Meer gefahren und haben den grandiosen Ausblick auf die Nordsee genossen um dann durch die vollbesetzte Fußgängerzone zurück zum Campingplatz zu brettern...


Hier erreichen wir gerade wieder den Campingplatz und die Mädels drehen alleine noch eine Runde.
Ach ja, ans Meer könnte ich auch schon wieder...

Donnerstag, 26. Oktober 2017

beschauliches Bergheim - eine Stadtmauerwanderung

Basisstation für unsere Reise ins Elsass war Bergheim (wie ich schon beschrieben hatte). Bei der Auswahl war mir wichtig, dass es ziemlich zentral im Elsass liegt und sowohl Straßburg als auch die ganzen hübschen Städtchen in den Weinbergen des Elsass wie Colmar, Kayserberg, Ribeauvillé und wie sie alle heißen gut zu erreichen sind. Wandern kann man überall in den Vogesen, auch diese Touren sind von Bergheim aus sehr gut zu erreichen gewesen. Wer allerdings quirliges Leben und eine mächtige Auswahl an Weinstuben möchte, sollte sich vielleicht nicht in Bergheim einquartieren. Für uns war es jedoch perfekt. 

wunderschönes Bergheim!


Bergheim selbst ist wunderschön mittelalterlich. Jedoch reihen sich hier nicht Fachwerkhaus an Fachwerkhaus, wie das in anderen Städtchen im Elsass ist. Die Besonderheit ist hier für uns die Stadtmauer. Diese ist fast vollständig rundum erhalten und - das ist das Besondere - begehbar. Auf einer gemütlichen Rundtour von ca. 2 km kann man rund um ganz Bergheim laufen. Besonders schön sind dabei die vielen alten Stadtmauertürme, die teilweise sogar bewohnt sind.



von unserer Appartement-Anlage aus war das der erste Eindruck
von Bergheim, der sich uns bot. Hübsch, nicht?





Die Marmeladen haben selbstgehäkelte
Spitzenhäubchen auf. Allerliebst!

Wir hatten einen recht windigen und kalten Tag erwischt, immer wieder nieselte es leicht. Aber das hielt uns auch nicht von einem Picknick ab. Diesmal jedoch nicht auf der Picknickdecke sondern auf einer Parkbank. Ein ruhiger Sonntag lag vor uns, als wir am Stadttor unsere Tour begannen. Milch und Brot wollten wir kaufen, deshalb ging der erste Weg in die Stadt hinein. Der Laden entpuppte sich jedoch als totaler Flop - das ging nicht mal als Tante-Emma-Laden durch. Immerhin hatte er sonntags überhaupt geöffnet!

Wir entdeckten eine ebenfalls geöffnete Bäckerei. Und was kauft man in Frankreich? Genau. Baguette. Was soll ich sagen? Es war himmlisch! Außen knusprig, innen fluffig und weich. Und es war noch ganz warm, als wir es in die Hand bekamen. Eine Brezel, Mini-Laugenstangen und etwas, das wie ein Teilchen mit Schokokern aussah, haben wir auch noch mitgenommen. 


ein Stück um die Ecke liegt der Hexengarten, unser Picknickplatz
Doch Überraschung! Das Teilchen war mit Hackfleisch gefüllt und schmeckte wohl so gut, dass wir für das andere Kind auch noch eins holen mussten (probiert habe ich als Vegetarier selbstverständlich nicht). Im Hexengarten haben wir eine Bank gefunden, die uns als Picknickplatz gerade recht erschien.

Picknick mit Brezel


So gestärkt ging es nun aber ab auf die Stadtmauer!


Und los! Die Karte in der Hand geht es
auf Entdeckungstour

Die Mauer ist breit, der Pfad aber nicht langweilig. Er schlängelt sich rund um Bergheim und gibt immer wieder Blicke auf Gärten, Gassen und kuriose Entdeckungen frei. So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedlich sind die Gärten. Ich kann mich gar nicht satt sehen!


selbst die Hinterhöfe sind hübsch anzusehen

dekorative Gärten gibt es überall
Ist diese Gasse nicht wie dem
Mittelalter entstiegen?

Es ist eine ruhige aber ganz und gar nicht langweilige Runde, die wir da drehen. Als wir am Spielplatz vorbei kommen, bekommen wir sogar eine ganz spontane Vorstellung unserer Töchter geboten. Da werden Bilder in den Sand gezeichnet, Räder geschlagen und gezaubert. Die Kultur kommt also in Bergheim auch an ruhigen Sonntagen durchaus nicht zu kurz!

Die  Türme sind alle unterschiedlich. Besonders interessant finde ich die Türme, die unten zwar rund, oben aber eine Art eckigen "Aufsatz" haben. Klar, das gibt Platz für den Wohnraum oder damals eben für die Wachstube. Hatte ich so aber auch vorher noch nicht gesehen.

Das sind, zusammengefasst, die Türme der Stadtmauer

Habt ihr auch schon einmal eine Runde auf einer Stadtmauer gemacht? Wenn ja, wo war das, was könnt ihr empfehlen?

Samstag, 21. Oktober 2017

Ins Mittelalter gefallen - eine Reise ins Elsass

Gar nicht allzuweit weg von unserem Zuhause, ca. 320 km entfernt, fällt man direkt ins Mittelalter. Und verliebt sich in einen wunderschönen Flecken Erde. 

Ja, auch heute kann man das Mittelalter noch sehen und spüren. Nur gerochen hat es vor 400 Jahren anders, da bin ich sicher. Die Menschen sind auch nicht mehr so gekleidet, wie vor 400 Jahren. Aber die Häuser von damals stehen noch. Auch das Handwerk (wie z.B. der Glasbläser) wird noch genauso ausgeführt. Wir bewegten uns als moderne Menschen in einer perfekten mittelalterlichen Kulisse. Die aber nicht nur Kulisse ist, sondern ganz normaler Lebensraum der Menschen, die dort im Elsass leben.

ein Fenster in Bergheim

In Hessen sind die Herbstferien nun schon vorbei. Eine Woche unserer Ferien haben wir auf einer Zeitreise verbracht - im Elsass. Am Fuße der Vogesen gelegen waren wir in einer netten Appartement-Anlage im ruhigen und beschaulichen Bergheim untergekommen. Der Hit an dieser Anlage: sie hatte ein kleines Schwimmbad im Keller, das wir täglich von 10-19 Uhr nutzen konnten. Und glaubt mir, das haben wir. Also - mein Mann und die Kinder. Ich bin nicht sooo der Schwimmbad-Freund und habe in der Zeit oft gekocht oder Reisetagebuch geschrieben. 

Wir waren wandern, haben Souvenirläden-Hopping gemacht, haben uns die süßen Elsass-Städtchen Colmar, Kayserberg, Ribeauvillé und Bergheim angesehen, haben Großstadtluft in Straßburg geschnuppert.

in Colmar

Kessel-Fenster in Colmar

Wir sind zu Fuß, mit dem Auto und dem Boot unterwegs gewesen. Sind hoch hinauf gestiegen und haben tief hinunter geschaut. Haben ein Museum und fünf Burgen angesehen. 

Wir haben Weinberge und französische Supermärkte bestaunt, haben uns Leckereien gekauft und probiert. Wir waren beim Arzt, haben Berberaffen besucht und dem Glasbläser zugesehen.

Wir hatten Regen und Sonne. Und vor allem hatten wir eine wunderbare Zeit!

Herzen-Fenster in Colmar

sehr altes Fenster in Colmar

Besonders die Weinberge im herbstlichen gold-gelben Kleid und die wunderschönen mittelalterlichen Fachwerkhäuser, die es im Elsass wirklich überall gibt, haben mir gut gefallen. Davon zeige ich bald natürlich auch viele, viele Bilder.

Nach und nach werde ich von unserer Reise berichten und um den Überblick zu behalten, verlinke ich hier alle Berichte hier.

ein Storchen-Fenster, der Storch ist ein
Wahrzeichen im Elsass

in Kayserberg

Noch ein Storch in Colmar

und noch ein Herzen-Fenster in Colmar

Ich denke, man merkt, dass mir die Fenster besonders gut gefallen haben...

Habt ihr auch schon einmal eine Gegend gesehen, in denen euch die Fenster gut gefallen haben? Oder dekoriert ihr euer Fenster auch besonders originell oder hübsch? Dann lasst es mich doch in den Kommentaren wissen...