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Samstag, 17. Juni 2017

Auf Astrid Lindgrens Spuren


Wenn man an Schweden im Allgemeinen und an Småland im Speziellen denkt, hat man automatisch das Bild der Bilderbuch-Idylle von Astrid-Lindgrens Geschichten im Kopf. Zumindest mir geht das so. Schon als Kind habe ich unheimlich gerne Astrid Lindgrens Geschichten gelesen, Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Bullerbü – das sind die Erzählungen meiner Kindheit. Und so war klar: wenn wir tatsächlich nach Schweden reisen, dann muss es in der Nähe meiner Kindheits-Helden sein. Einmal die Orte mit eigenen Augen sehen, einmal selbst in der Idylle stehen. Das schwebte mir vor, als ich mich für Schweden als Sommerreiseziel einsetzte. Tatsächlich war unsere Basisstation dann nur etwa 40 km entfernt von Vimmerby, was für schwedische Verhältnisse direkt um die Ecke ist. Die Orte, die so lebendig vor meinem geistigen Auge standen, waren zum greifen nahe. 

Ein Briefkasten in Vimmerby


In Småland erwarten einen auf allen Wegen die Spuren der großen Schriftstellerin, der Frau mit einem riesigen Herzen für Kinder. Wenn man Zitate von ihr liest, weiß man, was das auch heute noch für eine Gültigkeit hat – oder zumindest haben sollte. Die Werte, die für Astrid Lindgren die Kindheit ausmachten, finde ich auch heute noch richtig gut und wichtig. Wenn ein Kind sich frei ausprobieren kann, viel in der Natur ist und nicht den ganzen Tag gesagt bekommt, was es darf und was nicht, sondern sich einfach ausprobieren kann. Dann kann es gut zu einer starken, stabilen und zufriedenen Person heranwachsen, die etwas mit sich anzufangen weiß.



Vimmerby

Astrid Lindgren hat ihre ganze Kindheit in Vimmerby verbracht und diese Stadt war auch unsere erste Anlaufstelle.

Es hat mich tief berührt, vor dem Geburtshaus „Näs“ zu stehen. Da zu sein, wo für Astrid Lindgren die Geschichte, ihre persönliche Geschichte, begann. Wo sie so leben durfte, dass ihr später all die wunderbaren Geschichten einfielen, die ich schon als Kind geliebt habe und die ich nun mit meinen Kindern wieder erleben darf. Es ist „nur“ ein rotes Haus wie viele andere in Schweden. Und doch ein Haus, in dem für mich so viel drin steckt (und für viele andere Astrid Lindgren-Fans auch). 

Astrid Lindgrens Geburtshaus. Es beeindruckt mich sehr, davor zu stehen.


Wir haben es gar nicht von innen gesehen, das brauchte es gar nicht. Allein das Wissen, dass die kleine Astrid hier herum geflitzt ist, rund um das Haus die schönsten Abenteuer erlebt hat und eine tolle Kindheit verbracht hat, reichten mir vollkommen aus. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es trotzdem möglich ist, das Haus im Rahmen einer Führung (in verschiedenen Sprachen) zu besichtigen. Außerdem gibt es ein großes Besucherzentrum und verschiedene Gärten rund um Näs. Für deren Eintritt waren wir jedoch zu geizig. Die Bilder, die wir davon gesehen haben, sahen aber sehr hübsch aus. Den Limonadenbaum von Pippi Langstrumpf kann man übrigens auch gut über den Zaun ansehen.

Der Limonadenbaum bei Näs

Kostenfrei zu besuchen ist allerdings der zum Besucherzentrum gehörige Souvenirshop, in dem es alles rund um die Figuren aus Astrid Lindgrens Büchern gibt. Die Bücher selbst gibt es auch und zwar in allen möglichen Sprachen – natürlich auch in deutsch.

Auch in Vimmerby, der „kleinen, kleinen Stadt“, findet man allerorten Spuren der großen Schriftstellerin. Da steht das „Stadthotel“ aus Madita, da gibt es die Gassen, in denen Kalle Blomquist seine Abenteuer erlebte und die recht verrufen waren, als Astrid Lindgren klein war. Unsere Große geht besonders aufmerksam durch die kleinen Sträßchen, sie hat kurz vorher das erste Mal Kalle Blomquist gelesen und findet das natürlich besonders spannend. Wir finden auch genau dort einen ganz kleinen Platz mit zwei Bänken, die wir zum picknicken nutzten, direkt in Kalle Blomquists Revier.

Kalle Blomquists Revier
Kalle Blomquists Revier

Besonders schön ist die Astrid Lindgren-Statue auf dem Stora torget, dem Marktplatz in Vimmerby. Astrid Lindgren sitzt auf einem Stuhl, vor ihr auf dem Tisch die Schreibmaschine. Ihr gegenüber ist ein freier Stuhl – wer mag, ist eingeladen, sich zu ihr zu setzen. Im Winter ist der Stuhl sogar beheizt. Wer mag, kann natürlich auch der Schriftstellerin über die Schulter gucken, ihr liebevoll den Kopf tätscheln oder ein wenig auf der Schreibmaschine tippen, um ihre Geschichte ein wenig durcheinander zu wirbeln. Sie wird nicht böse darüber sein – zumindest hat sie all die liebevollen Neckereien unserer Kinder schmunzelnd hingenommen.

die Astrid-Lindgren-Statue auf dem Marktplatz
schmunzelnd nimmt sie die Tippversuche unserer
Kinder hin...


 
Von Herzen DANKE für die
vielen wundervollen Geschichten.


Vom Geburtshaus Näs bis in das Zentrum läuft es sich übrigens ganz bequem in wenigen Minuten, das Auto haben wir einfach auf dem kostenfreien Parkplatz bei Näs stehen gelassen.


Bullerbü

Ganz große Helden meiner Kindheit waren die Kinder von Bullerbü. Klar, dass ich auch gerne die kleinen Häuser sehen wollte, die Pate für die Bullerbü-Idee standen. „Sevedstorp“ heißt Bullerbü im wahren Leben. Das winzige Dörfchen, in dem Astrid Lindgrens Vater aufgewachsen ist, ist aber am Parkplatz auch als „Bullerbyn“ ausgewiesen. Der Parkplatz befindet sich 2-3 Gehminuten entfernt. Mangels Alternativen sollte man diesen auch tatsächlich nutzen, kostet 40 SEK pro PKW und Tag (ungefähr 4,10 Euro). Genauso haben wir es auch gemacht. Bei den Häusern angekommen, schaute ich mich suchend um. Wo waren denn nun der berühmte Nord-, Mittel- und Südhof? Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen – diese kleinen Häuser WAREN GENAU die gesuchten Häuser!!! Ich hatte sie mir irgendwie größer vorgestellt…

da sind sie: Nord-, Mittel- und Südhof in Bullerbü




Die Häuser, die den ganzen Rummel auslösen, weil die ganze Geschichte der 7 Kinder aus Bullerbü sich dort abspielt (bis auf wenige Sequenzen), sind nach wie vor bewohnt, eins davon kann man wohl als Ferienhaus nutzen. Das wäre bei den vielen Touristen, die tagtäglich am Gartenzaun stehen und bewundernd das Haus anstarren, allerdings keine Option für mich. Hinein kann man in keins der drei Häuser. Was man jedoch machen kann: in den Limonadenbaum klettern, der auch hier steht, vom Heuboden springen und im duftenden Heu landen, schaukeln, in die Scheune gehen und auf dem „Loppis“ (Flohmarkt) stöbern, im Souvenirladen bummeln, im Café Kuchen, Eis oder Waffeln essen und draußen mit Blick auf die Häuser picknicken. Da haben wir auch gemacht und dabei dem Pferd zugesehen, das den Planwagen rund um Bullerbü zieht. Friedlich ist Bullerbü auch heute noch, trotz der vielen Touristen.

schaukeln in Bullerbüs Idylle

der Limonadenbaum zum hinein klettern
Ich habe mein Kinderbuch den ganzen Weg mitgeschleppt und
zum Mittags-Picknick lese ich ein wenig daraus vor.
Die Zeit steht still in Bullerbü

Die Holzkirche von Pelarne

Ganz in der Nähe befindet sich die wunderschöne Holzkirche von Pelarne, die durchaus einen Abstecher lohnt. Es ist die älteste noch erhaltene (und nach wie vor genutzte) Holzkirche Schwedens, vermutlich gehen ihre Ursprünge bis ins 13. Jhd. zurück, genau geklärt ist das jedoch nicht. Kiefern- und Eichenholz bedecken das Äußere der Kirche. Es gibt dort auch einen kleinen Picknickplatz (beim Parkplatz unmittelbar direkt vor der Kirche). Bei unserem Besuch war die Kirche leider abgeschlossen, sodass wir sie nur bewundernd einmal umrundeten.

Die Holzkirche von Pelarne. Besonders der freistehende
Glockenturm gefällt uns richtig gut.



Abstecher nach Mariannelund

Nicht weit entfernt ist der Ort Mariannelund, der eigentlich nur deshalb so bekannt ist, weil Michel von Lönneberga einmal seine Schwester Ida am Fahnenmast hochzieht und sie dann fragt: „Kannst du Mariannelund sehen?“. In Mariannelund gibt es eine Karamellkokeri, eine winzige Bonbonfabrik, durch deren Fenster man die Herstellung der süßen Leckereien verfolgen kann. Und kaufen kann man all die guten Bonbons und Zuckerstangen natürlich auch! Wir haben etwas länger nach der Karamellkokeri gesucht und uns dann mit den Sorten „Zitrone“, „grüner Apfel“ und „Regenbogen“ eingedeckt. Super lecker!

Karamellkokerie in Mariannelund
Welche Sorte darf es denn sein? Die Wahl fällt schwer...

ein Tipp zum Schluss:

Wer auf Astrid Lindgrens Spuren wandeln will, dem sei der Reiseführer von Verlag Reise Know-How „Astrid Lindgrens Schweden“ (neu in etwa 15 €) empfohlen. Dieser Reiseführer war genau das, was wir brauchten. Wir haben uns viel an die Tipps aus diesem Buch gehalten.

Freitag, 5. Mai 2017

Tulpenblüte im Keukenhof

Bevor es losgeht eine Warnung: 
Achtung, Bilderflut! Ich konnte mich nicht entscheiden und habe schon eine harte Auswahl getroffen. Trotzdem sind es viele, viele Bilder...



Der Keukenhof

Wenn schon Tulpenblüte, dann richtig! Weltbekannt für die Tulpen ist der Keukenhof bei Leiden. Der Keukenhof ist eine riesengroße Parkanlage, in der sich alles um Blumen und hauptsächlich um die Tulpe dreht. Die Geschichte des Keukenhofs geht weit zurück, das Schloss Keukenhof wurde schon 1641 erbaut und das Anwesen wuchs bis auf 200 Hektar. Der in 1857 gestaltete Teil ist immer noch Basis des heutigen Parks. Seit 1950 öffnet der Park alljährlich für Besucher und erfreut sich allergrößter Beliebtheit, wie wir selbst feststellen konnten.

Besondere Tulpenarten wohin man schaut
eine bunte Farbenpracht rundum


Busladung über Busladung wird vor den Toren des Keukenhofs ausgespuckt, alle Nationalitäten sind vertreten. Wir sind mit unserem Auto angereist und haben spaßeshalber auf dem riesigen Parkplatz nur in der Reihe, durch die wir zum Eingang liefen, mal die Nationalitäten auf den anderen Autos gezählt. Wir kamen ohne Anstrengung auf 14 verschiedene! In nur einer Reihe! Da war von Norwegen bis Rumänien alles dabei. Und da sind die Besucher, die mit dem Bus kommen (z.B. Reisegruppen aus China oder Japan) noch gar nicht mitgezählt. Das hat mich schon beeindruckt, bevor wir überhaupt im Park waren.

Wir konnten uns an den verschiedenen Tulpen gar nicht satt sehen


Der Keukenhof ist absolut perfekt organisiert. Es gibt auf deren Homepage sogar eine extra Rubrik „gefunden“. Da wird man auf eine andere Website weitergeleitet, auf der alle Gegenstände genau aufgelistet sind, die im Keukenhof gefunden wurden – sogar mit Foto! Und was da alles gefunden wurde: Ringe, einzelne Ohrringe, Portemonnaies, Fotoapparate, Rucksäcke, Schlüssel, Sonnenbrillen und sogar ein Pass.

Wir haben festgestellt, dass die Tulpen sich auch am Stempel
alle unterscheiden. Verrückt - das war mir noch nie aufgefallen.


Was sieht man denn im Park?

Na, Tulpen natürlich! :-) Klar, wer in den Keukenhof kommt, ist wegen der Blumen dort. Es gibt Tulpen in allen erdenklichen Farben und Formen. Ich war wirklich überrascht, wie viele verschiedene Tulpensorten es gibt! Außerdem gibt es aber auch noch andere Blumen wie Hyazinthen oder Narzissen zum Beispiel. Die Blumenbeete sind schön angelegt, man wandelt durch ein einziges Blütenmeer. Zwischendurch wird das ganze durch Springbrunnen oder Teiche aufgelockert. Von einer Windmühle aus gibt es einen Blick auf den Park und auf die außerhalb liegenden Blumenfelder. Außerdem gibt es verschiedene Hallen, in denen Ausstellungen gezeigt werden. Das können die Blumen selbst sein oder auch Skulpturen etc.

Ausstellung in einer der Hallen
Delfter Porzellan neu definiert...


Fazit unseres Keukenhof-Besuchs

Der Keukenhof ist wirklich sehenswert und hübsch angelegt. Mich persönlich haben jedoch die Menschenmassen gestört. Wenn man kaum ein Foto schießen kann, ohne das andere Menschen mit drauf sind ist das für mich persönlich grenzwertig. Der Rest meiner Bande hat sich jedoch nicht daran gestört.

Südseefeeling...

Kennt ihr so eine Tulpe? Toll, oder?


Beeindruckend fand ich, dass diese vielen Nationen alle friedlich miteinander den Tag dort verbringen können, ganz ohne Probleme. Vielleicht sollte man so manchen Machthaber mal einen Tag dort hinschicken? Denn am Ende sind wir alle Menschen mit den gleichen Bedürfnissen, Sehnsüchten und Wünschen. Warum nur kann es nicht überall so friedlich sein?

Was mir allerdings immer noch Rätsel aufgibt und mich ratlos zurück lässt, ist ein anderes Phänomen, das ich dort beobachtet habe. Im ganzen, riesigen Park mit mehr als 7 Millionen Zwiebelblumen und 800 Tulpensorten auf 32 Hektar, mit blühenden Bäumen zwischen all den vielen Blumen gibt es kein einziges Insekt. Traubenhyazinthen und Narzissen sind insektenfreundliche Zwiebelblumen und die blühenden Bäume ebenfalls. Wie kann es sein, dass auf einer so riesigen Fläche Blumen keine einzige Biene, Hummel und Co. fliegt?
Wie kann es sein, dass kein einziger Vogel dort fliegt? Wo viele Menschen sind, wird gegessen. Und wo gegessen wird, fallen Krümel. Und beispielsweise Spatzen sind oft da, wo Menschen Krümel fallen lassen. Nirgendwo im ganzen Park habe ich auch nur den kleinsten Vogel gesehen oder gehört.

überall wunderschön blühende Bäume


Das gibt mir sehr zu denken. Sind die Blumen alle so stark behandelt, dass die Tiere einen großen Bogen darum machen? Und sind wir Besucher dann nicht dem Pflanzenmittel ausgesetzt? Oder war es ein Zufall, dass ich kein Tier entdeckt habe?

Ihr seht, meine Ratlosigkeit hält an. Wenn jemand eine Erklärung hat oder selbst schon im Keukenhof war und Insekten gesehen hat – schreibt mir gerne einen Kommentar!



Kunst und Seen lockern die Parklandschaft auf
Wer genau hinschaut, entdeckt überall auch
menschenleere tolle Ecken


Organisation rund um den Keukenhof (Stand 2017)

Der Park ist barrierefrei, man kann sogar Rollstühle und Elektrorollstühle ausleihen – selbst die Reservierung dafür kann auf der Homepage ganz einfach vorgenommen werden.

Hunde sind angeleint willkommen.

Der Park hat geöffnet von März bis Mai des Jahres, das genaue Datum richtet sich nach der Tulpenblüte und ist am aktuellsten auf der Homepage zu sehen. Der Park hat dann in dieser Zeit täglich von 8-18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist jedoch echt happig. Der Parkplatz schlägt mit 6 Euro zu Buche, der Eintritt für zwei Erwachsene und zwei Kinder über 4 Jahren mit 48 Euro. Wir waren also mit 54 Euro dabei. Ich wusste das vorher, da ich die Homepage genau studiert hatte – trotzdem habe ich geschluckt. Familienfreundliche Preise sind das nicht gerade, aber gut.

Sehenswert ist der Park allemal! 

Tulpen zum mitnehmen -
reisefreundlich aus Holz 😊


Meine Bilder sehen gar nicht aus, als wären dort so viele Menschen gewesen, oder? Glaubt ihr nicht, dass da so viele Menschen waren? 

Ich zeige es euch...

und so war das überall... Und wir mittendrin.

Samstag, 29. April 2017

Tulpenblüte in Holland und eine Festungsanlage

Die Tulpenblüte

Ob es diesmal klappt? Ob wir dieses Mal die Tulpenblüte in Holland erleben und uns damit einen Traum erfüllen können?

Wir waren schon mehrfach in Nordholland rund um Alkmaar unterwegs. Zweimal für je eine Woche im Oktober. Da ist es erfahrungsgemäß ganz schwierig mit der Tulpenblüte. Im Herbst sieht man (logischerweise) ein Haufen brauner Felder. Die Tulpen werden auf den endlosen Feldern nach der Blüte im Frühjahr komplett abgemäht, damit die Tulpenzwiebel alle Energie für sich nutzen kann und schön groß und kräftig wird.

Letztes Jahr hingegen waren wir über Ostern dort. Prima, Ostern ist im Frühling und im Frühling blühen Tulpen. Tja – zu früh gefreut! Es war letztes Jahr vor Ostern noch recht kühl und keine einzige Tulpe hat sich auf den Feldern gezeigt. Na super. Ferien werden lange vorher festgelegt und richten sich leider so gar nicht nach Besonderheiten wie der Tulpenblüte.

Aber dieses Jahr! Einmal muss es doch klappen! Wenn wir auch natürlich nicht nur wegen der Tulpenblüte in unser wunderschönes Nachbarland fahren – es gibt noch so viel anderes schönes zu sehen! In Hessen waren diesmal die Osterferien in den beiden Wochen vor Ostern und wir waren vom 7.-14. April in den Niederlanden.

Auch dieses Mal waren wir wieder in Egmond aan Zee im dortigen Park von Roompot Parks, dem „Kustpark Egmond aan Zee“. Wir mieten dort ein Mobilhome, hier liebevoll Charlet genannt, das mit solchem Komfort aufwartet, dass es auch mit Glamping nichts mehr zu tun hat. Vielmehr ist es ein schnuckeliges, schickes Ferienhäuschen. Und selbst wenn draußen der Wind heult und der Regen eiskalt an die Scheiben klopft und lautstark Einlass fordert – drin ist es mollig warm und gemütlich. Durch die „richtigen“ Heizkörper (statt kleiner Gasöfen, wie wir sie von Parks anderer Anbieter kennen) ist es 1. schnell warm und 2. auch nachts nicht schlotterkalt. Und die Einrichtung ist komfortabel und das Kücheninventar reicht vom Wasserkocher bis zum Nudelsieb – alles da, was man braucht. 

Der Wohn-Essbereich in unserem Mobilhome. Schick, oder?
 

Aber ich schweife ab – zurück zur Tulpenblüte! Haben wir sie denn nun gefunden?

Die ersten Tulpenfelder! Ach, was freue ich mich!

Ja! Wir haben Tulpenfelder über Tulpenfelder und ein Hyazinthenfeld neben dem anderen gefunden, außerdem Narzissen so weit das Auge reicht. Es war ein absoluter Traum und genauso schön, wie ich mir das immer ausgemalt hatte. Wunderschön!




Wir sind sehr viel unterwegs gewesen und viel davon hat sich um die Blume gedreht, deren Name auf das türkische Wort für „Turban“ zurückgeht. Auf dem Weg nach Den Helder, ganz oben in Nordholland kamen wir an sehr vielen Tulpen- und Hyazinthenfeldern vorbei.

Hyazinthenfelder so weit das Auge reicht. Ein Traum geht in Erfüllung!
Die Hyazinthen duften, das ist der Wahnsinn. Kaum macht man das Fenster
runter, ist sofort das ganze Auto erfüllt von ihrem schweren, süßen Duft
 




Düstere Geschichte im Fort Kijkduin

In Den Helder selbst haben wir uns das Fort Kijkduin angesehen, ein Museum in einer Festungsanlage, die von Napoleon erbaut wurde. 

Fort Kijkduin
Napoleon zu Pferd

Heute ist dort ein Museum zur Geschichte der Festung untergebracht, das recht düster und schwer daher kommt. Denn auch im zweiten Weltkrieg wurde die Festung für Kriegszwecke genutzt und der größte Teil der Ausstellung ist auf diesem dunklen Kapitel der Geschichte aufgebaut. Sehr eindrucksvoll gemacht, aber schwere Kost in den dicken Mauern.

eine Soldatenstube aus dem zweiten Weltkrieg

Auch ein Bunker ist begehbar, man kann von dort aus sogar über eine Wendeltreppe hinunter steigen in einen sehr dunklen und vor allem extrem schmalen Verbindungsgang zum Festungsgebäude. Es passten gerade eben zwei Füße nebeneinander, so schmal war der Gang. 

Der düstere, enge Tunnel, der den Bunker
mit dem Festungsgebäude verbindet
Vorne lief die Kleinste der Familie, dann der Größte, danach meine große Tochter und am Schluss ich. Tja, und da mein Mann so groß ist, dass er die wenigen blauen Lampen komplett verdeckt hat, sind meine große Tochter und ich eben blind durch diesen Gang gelaufen. Das war schon ein wenig gruselig – man sah ja nicht einmal, wo man den Fuß hinsetzt!

Napoleon auf einem alten Walross-Zahn


Außerdem gibt es in Fort Kijkduin ein Aquarium, groß angepriesen mit Tunnel, durch den man unter den Fischen hindurch laufen kann. Ganz ehrlich – das braucht kein Mensch. Die Aquarien sind völlig überaltert und viel, viel zu klein. Es gruselte mich ein weiteres Mal – die armen Tiere! Nein, das Aquarium hat mir überhaupt nicht gefallen und dem Rest der Bande ging es ähnlich. Die beiden Leuchttürme, die wir dann noch besucht haben (bei Den Helder und bei Julianadorp) haben uns zurück in die Helligkeit gebracht, auch wenn wir nicht hinaufsteigen konnten. 

der Leuchtturm bei Den Helder "Lange Jaap"

Wo ist der denn bitte "lang"? 😉
 
und der Leuchtturm Groote Kaap
bei Julianadorp

Wir haben noch mehr erlebt, vieles davon hat mit Tulpen zu tun. Davon berichte ich euch in Kürze mehr.

Donnerstag, 20. April 2017

Blüten in blau



Heute habe ich mal wieder was kreatives mitgebracht. Neulich verfiel ich in eine Art "Karten-Rausch" und es sind an einem Tag 8 (!!) Karten entstanden. Das hatte ich lange nicht!

Die erste will ich euch heute hier zeigen:





Ich hoffe, ihr hattet schöne Osterferien? Unsere Ferien in Hessen sind ja schon vorbei und der Alltag hat am Dienstag wieder begonnen. Was wir in den Ferien gemacht haben, erzähle ich in Kürze hier.
Bericht ist in Arbeit....

Bis bald!!